Kinderwohngruppe

 

Die Kinderwohngruppe ist eine geschützte therapeutische Einrichtung für traumatisierte Kinder und Jugendliche. 
Unser pädagogisch-therapeutisches Setting unterstützt die Kinder und Jugendlichen, ihre traumatischen Erfahrungen zu verarbeiten.
Jedes Kind und jeder Jugendliche bekommt jeweils eine Stunde Psychotherapie in der Woche, im Bedarfsfall auch mehr. Unser Bezugsbetreuersystem gewährleistet ein besonders verbindliches Beziehungsangebot.

 

Team Kinderwohngruppe

 

Wir bieten Unterstützung im Bereich Schule und Freizeit. Das „alltägliche Miteinander“ sowie die Entwicklung zur Selbständigkeit werden mit Hilfe einer überschaubaren Tagesstruktur und klaren Regeln geübt.
Des Weiteren unterstützen wir aktiv die Auseinandersetzung mit der Herkunftsfamilie (u. a. in Familiengesprächen ).
Es finden mindestens 1x/Monat Elternberatungsgespräche statt und wir begleiten Eltern-Kind-Besuche.
Unterstützt und betreut werden unsere Klienten durch ein multiprofessionelles hoch qualifiziertes Team.

Angebot

Das Konzept besteht aus unseren sogenannten 3 Eckpfeilern:
1Pädagogik –2Therapie = therapeutisches Milieu und  3 Eltern- bzw. Angehörigenarbeit


Aufnahmekriterien

Die KWG-neuhland ist stationäre Jugendhilfeeinrichtung mit 14 Plätzen an zwei Standorten im Süden von Berlin.
Sie ist eine geschützte therapeutische Einrichtung
Aufgenommen werden Mädchen und Jungen zwischen 5 und 14 Jahren, die über einen längeren Zeitraum traumatisiert wurden (sexueller Missbrauch, emotionaler Missbrauch, Misshandlung psychisch und physisch, Vernachlässigung ).
Die Erscheinungsformen einer Traumatisierung können sehr unterschiedlich und vielfältig sein, sie reichen von sexualisiertem Verhalten, depressiven, aggressiven oder auch hyperaktiven Verhaltensweisen, gestörtem Essverhalten, selbstverletzendes Verhalten bis hin zu suizidalen Gedanken. Eine gründliche Vorabklärung ist notwendig.
Die Mädchen und Jungen werden aufgenommen, wenn z.B. eine Kindeswohlgefährdung zu Hause nicht ausgeschlossen werden kann (mit Zustimmung der Eltern). Möglich ist im Einzelfall auch  eine Inobhutnahme durch das Jugendamt mit Unterbringung in der Kinderwohngruppe. Wir nehmen auch auf nach Psychiatrieaufenthalten, wenn danach eine Fremdunterbringung indiziert ist, manchmal auch einhergehend mit dem Sorgerechtsentzug der Eltern. Wir nehmen Mädchen und Jungen mit psychiatrischen Auffälligkeiten und einem therapeutischen Bedarf auf, sowie Kinder und Jugendliche in Entwicklungskrisen.

Zielsetzung

Die Kinderwohngruppe neuhland bietet für Kinder und Jugendliche einen Schutz- und Wohnraum, die längere Zeit einer Traumatisierung ausgesetzt waren. Die Zielsetzung der Betreuung in der therapeutischen Wohngruppe beinhaltet sowohl die Stabilisierung als auch die Aufarbeitung des erlittenen Traumas. Vor allem soll die Eigenwahrnehmung gestützt werden, um eine gesunde Weiterentwicklung zu gewährleisten, so dass neue Formen von Bindungs- bzw. Beziehungsqualitäten erarbeitet werden können
Parallel dazu erfahren die Jungen und Mädchen Unterstützung für eine möglichst selbstverständliche Alltagsbewältigung.

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Die pädagogische Betreuung

Die Basis für das pädagogische Handeln bildet das therapeutische Verstehen und Verständnis für unsere Klientel. In wöchentlichen Fallkonferenzen werden die Befindlichkeiten und das Verhalten der Mädchen und Jungen thematisiert. Es geht immer wieder darum, Empathie und Wertschätzung für die Klientel aufrecht zu erhalten. Das Bezugsbetreuersystem gewährleistet ein besonders verbindliches Beziehungsangebot, welches sich besonders auch in Krisenzeiten der Mädchen und Jungen bewährt hat. Zur pädagogischen Betreuung gehören ein klares Beziehungsangebot beinhaltend ein ständiges Ausloten von Regeln und Grenzen. Wir bieten einen geschützten und sicheren Lebensraum um sich auszuprobieren. Zur Erweiterung der Gruppenfähigkeit sowie allgemeinen sozialen Kompetenzen werden die Mädchen und Jungen unterstützt, Kontakte außerhalb der Einrichtung zu gestalten. Dazu gehört das Pflegen von Freundschaften, Teilnahme an AGs, Sportvereinen etc.
Die Mädchen und Jungen werden ebenfalls unterstützt im schulischen Bereich sowie bei der Berufsfindung.

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Einzelpsychotherapie

Außer der pädagogischen Alltagsbetreuung bieten wir regelmäßige, i.d.R. wöchentliche Psychotherapie an, im Bedarfsfall bis zu 2 Therapiestunden/Woche. Die Therapie wird von einer Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, die zum Team gehört, durchgeführt. Die Stabilisierung unserer Klienten steht an erster Stelle. Die Therapie bietet jedoch auch einen besonderen Schutzraum, der es den Mädchen und Jungen erleichtert, Zugang zu ihren inneren traumatogenen Erlebniswelten zu finden, dies im unterstützenden Dialog mit der Psychotherapeutin.

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Das therapeutische Milieu

Die KWG bietet in unterschiedlicher Weise einen Schutz und Orientierung gebenden Rahmen für die Mädchen und Jungen. Die geschützte Adresse, das eigene Zimmer, die vertrauten Betreuungspersonen (einschl. Therapeuten), die Tagesstruktur mit klaren überschaubaren nachvollziehbaren Regeln beinhalten die strukturelle Komponente von Schutz und Orientierung. Damit sich die Mädchen und Jungen auch in einer persönlichen Beziehung zu den BetreuerInnen und der Therapeutin emotional geschützt und gehalten fühlen, bedarf es einer intensiven Reflektion der BetreuerInnen und der Therapeutin um Übertragungs- und Gegenübertragungsphänomene zu erkennen und diesen gegebenenfalls entgegenzuwirken.
Therapeutisches Milieu darf nicht verstanden werden als Ort des therapeutischen Handelns, sondern als Ort des therapeutischen Verstehens, auf dessen Grundlage pädagogisches Handeln erfolgt.
Die enge Kooperation von Therapeuten und Pädagogen schafft die Möglichkeit eines stabilen Beziehungsnetzes, von dem aus die Mädchen und Jungen sich ausprobieren und entwickeln können.

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Eltern- und Angehörigenberatung

Regelmäßige Beratungsgespräche mit den Eltern- bzw. den Angehörigen
Begleitete Besuchskontakte (Eltern – Kind oder Angehörige – Kind)
Eltern-Kind-Gespräche
Charakteristisch für unsere Mädchen und Jungen ist die i.d.R. hochambivalente Beziehung zu ihren Eltern. Sie ist geprägt von Idealisierungen, Abwertungen, Wünschen und Sehnsüchten nach einer heilen Familie.
Die Eltern unserer Jungen und Mädchen reproduzieren meist mit ihren Kindern mehr oder weniger ihre eigenen nicht bearbeiteten Traumatisierungen. Weder die Eltern noch ihre Kinder haben „sichere Bindungen“ erlebt. So haben die ElternberaterInnen in diesem hochsensiblen spannungsreichen System immer auch Vorbild- und Modellfunktion für die Eltern wie eine Beziehung von Kontinuität und Wertschätzung gehalten werden kann. Des weiteren ist es notwendig unter Berücksichtigung der Bindungsbedürfnisse bzw. der Bedingungsfähigkeiten der Eltern zu den Beratern die jeweils typische Dynamik der häuslichen Traumatisierung mit den Eltern zu bearbeiten. Unsere Erfahrung ist, dass die Mädchen und Jungen die Mitarbeit ihrer Eltern brauchen, um sich langfristig positiv entwickeln zu können.
Gerade in Bezug auf die Möglichkeit einer Rückführung des Kindes nach Hause bedarf es ein hohes Maß an Sensibilität um eine intensive qualifizierte Elternberatung durchführen zu können.

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Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

Wir pflegen eine intensive kollegiale Zusammenarbeit mit den Lehrern und Ärzten (Kinderärztin, Zahnärzte, Orthopäden) unserer Mädchen und Jungen. Des weiteren gibt es gute Kontakte zur Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie den Fachdiensten des Bezirkes.

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Personalausstattung

1 Bereichsleitung (Soz.päd.)
1 Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen
1 Hauswirtschaftskraft
7 Soz.päd. bzw. ErzieherInnen als Betreuungsteam
Unterstützung des Teams durch Fallberatung, Supervision und Fortbildungen

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Zur Zeit haben wir freie Plätze in folgenden Einrichtungen:

Kinderwohngruppe 
freie Plätze: 0

Krisenwohnung
freie Plätze: 1

TWG Gemini
freie Plätze: 2

TWG neuhland für
junge Erwachsene

freie Plätze: 1

aktualisiert am 08.09.2017

 

Kontaktadressen der Therapeutischen Wohngruppen

Kinderwohngruppe

c/o Beratungsstelle neuhland
Nikolsburger Platz 6
10717 Berlin
Tel. 030/873 01 11

Einrichtungsleiterin:
Frau Susanne Reuter
Mobil: 0176/200 173 01
(nur Aufnahmeanfragen
Mo - Fr 10-17 Uhr)
susanne.reuter@neuhland.net

TWG Gemini
Büro
Richard-Sorge-Str. 73
10249 Berlin

Einrichtungsleitung Gemini/
Ansprechpartner für Aufnahmeanfragen:

Herr Christian Göttsche
Tel.: 030/417 28 38-85
Fax:  030/417 28 38-49
Mobil: 0176/975 225 52
christian.goettsche@neuhland.net

Fachleitung Gemini Friedrichshain
Frau Susann Prehl
Tel.: 030/417 28 38-81
Fax: 030/417 28 38-49
Mobil: 0177/302 18 30
susann.prehl@neuhland.net

Fachleitung Gemini Weißensee
Frau Gerlinde Huber
Tel.: 030/417 28 38-83
Fax: 030/ 417 28 38-49
Mobil: 0160/299 09 88
gerlinde.huber@neuhland.net

TWG Junge Erwachsene
Richard-Sorgestr. 73
10249 Berlin

Leiterin
Frau Kohler
Tel. 030 / 417 28 38 38
Fax 030 / 417 28 38 39
eva.kohler@neuhland.net

 
BEW ambuland
Nikolsburger Platz 6
10717 Berlin

Projektkoordinatorin:
Frau Didt
Tel. 030 / 417 28 39 61
Fax 030 / 417 28 39 69
Mobil: 0159 / 03761747
ambuland@neuhland.net