trans* Personen sind Nutzer*innen von Jugendarbeit, Jugend- und Eingliederungshilfe. Ihre spezifischen Versorgungsbedürfnisse sind häufig noch nicht in den Hilfe- und Betreuungskontext „übersetzt“. Neben der Vermittlung der aktuellen psychosozialen, medizinischen und rechtlichen Lebens- und Versorgungssituation sollen praxisorientierte Anregungen für die beraterische und betreuende Arbeit gegeben werden. Vorhandene Betreuungsangebote und -konzepte können auf ihre Inklusivität von geschlechtlicher Vielfalt hin betrachtet werden und es werden Anregungen zur Weiterentwicklung gegeben. Die eigene Praxis im Versorgungssystem wird reflektiert und die professionelle Haltung gestärkt .
Gendernonkonforme, genderqueere und transgeschlechtliche Personen, kurz trans* Personen teilen in dieser Gesellschaft die Erfahrung, dass die Zuschreibungen, die aufgrund ihres Körpergeschlechts an sie gerichtet werden, nicht ihrem inneren Erleben und ihrer Geschlechtsidentität entsprechen. Da Geschlecht jedoch in dieser Gesellschaft eine hochrelevante Strukturkategorie darstellt, die in allen sozialen Beziehungen immer wieder angesprochen und mit Erwartungen ausgefüllt wird, stehen trans* Personen immer wieder vor erheblichen Herausforderungen wie Gewalt, Diskriminierungen, Nicht-Anerkennen und Nicht-Gesehen-Werden. Diese machen es notwendig, dass diese Personen ihren Lebensweg immer wieder auch gegen erhebliche Widerstände gehen und einen Umgang mit Barrieren erarbeiten müssen, was zu biografischen Belastungen führen kann und es notwendig macht, spezifische Ressourcen zu entwickeln.
Kursleiter*in:
Mari Günther, systemische Therapeutin, Diplom Gemeindepädagogin, Bundesverband Trans* e.V. (BVT*)
Zielgruppe:
Psychosoziale Fachkräfte, Psychotherapeut*innen
Schwerpunkt:
Vermittlung der aktuellen psychosozialen, medizinischen und rechtlichen Lebens- und Versorgungssituation
Anregungen für die beraterische und betreuende Arbeit
Auseinandersetzung mit der Vielfalt von Geschlechtern
Spezifika der Versorgung und Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien
Begegnung mit Vorannahmen über Geschlecht, geschlechtlicher Identität und Sexualität
Durch traumatische Einzelereignisse oder durch langfristig schädigende Bindungserfahrungen können regressive Schemata und Subjekt-Objekt-Konstellationen entstehen, die in Belastungssituationen der Gegenwart aktualisiert werden und den Gegenwartsbezug überlagern, verfälschen oder gar aufheben. Dies bedarf spezifischer Behandlungsmethoden, die regressiven States entgegensteuern. Vermittelt wird die „Arbeit mit dem Inneren Kind“ als ein klinisch bewährtes Vorgehen.
Kursleiter*in:
Prof. Dr. med. Ulrich Sachsse, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Universität Kassel, Autor diverser Sachbücher
Die sexualpädagogische Begleitung junger Menschen im stationären Bereich stellt Fachkräfte der Sozialpädagogik vor stetig neue Fragen und Herausforderungen. Um Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene professionell und bedarfsgerecht begleiten zu können, ist es notwendig, aktuelle Entwicklungen in sexuellen Lebensrealitäten, jugendlichen Subkulturen und digitalen Trends zu verstehen. Gleichzeitig braucht es eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung, um einen sicheren, sensiblen und reflektierten Umgang mit dem Thema Sexualität zu gewährleisten.
Diese Fortbildung bietet den Teilnehmenden Raum zur fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung im Bereich der Sexualpädagogik. Sie erhalten Einblick in aktuelle Methoden, Materialien und Literatur und werden ermutigt, eigene Erfahrungen, Unsicherheiten und Fragen einzubringen. Die Arbeit findet in einem geschützten, wertschätzenden Rahmen statt und orientiert sich an den Bedarfen der Teilnehmenden.
Schwerpunkte der Fortbildung:
Psychosexuelle Entwicklung: Entwicklungsschritte von Kindheit bis ins junge Erwachsenenalter auch im Kontext von Beeinträchtigungen
Sexualität und Identität: Definitionen und Dimensionen sexueller Identität, auch im transkulturellen Kontext
Sexuelle Orientierung: Modelle, Phasen und die Bedeutung für die Begleitung junger Menschen
Sexuelle Bildung in digitalen Zeiten: Umgang mit der „Pornografisierung“ der Jugendsexualität
Fallarbeit: Bearbeitung mitgebrachter Fälle und Praxissituationen aus dem Arbeitsalltag der Teilnehmenden (z. B. Themen wie Liebe, Partnerschaft, Familienplanung, sexuelle Grenzverletzungen)
Methodik: Die Fortbildung verbindet fachliche Inputs mit interaktiven Methoden, kollegialem Austausch und reflektierender Gruppenarbeit. Eigene Fallbeispiele und Fragen aus der Praxis der Teilnehmenden stehen im Zentrum.
Ziel der Fortbildung: Die Teilnehmenden sollen sich sicherer im Umgang mit Fragen rund um Sexualität und Identitätsfindung fühlen, ihr Fachwissen erweitern und ihre eigene Haltung reflektieren können – für eine professionelle, sensible und wertschätzende Begleitung junger Menschen in ihrer sexuellen Entwicklung.
Kursleiter*in:
Lucyna Wronska, Diplom-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin, Sexual- und Paartherapie
Jugendliche sind auf der Suche nach Erlebnissen, Selbstwirksamkeit und Grenzen. Der Konsum psychoaktiver Substanzen kann dabei Teil der Identitätsentwicklung sein. Für pädagogische Fachkräfte bedeutet das: Drogenkonsum gehört heute – ob gewollt oder nicht – zu den zentralen Themen, mit denen sie professionell umgehen müssen. Gerade bei sensiblen Themen wie Drogen ist es entscheidend, einen offenen, ehrlichen und kompetenten Dialog zu ermöglichen. Pauschale Verbote führen oft zu Widerstand, Bagatellisierung oder Rückzug. Ziel ist es, mit Jugendlichen gemeinsam eine verantwortungsbewusste, reflektierte Haltung zum Konsum zu entwickeln – ohne dabei den erhobenen Zeigefinger zu erheben. Ein besonderer Fokus liegt auf dem gesellschaftlichen Kontext: Wir leben in einer Konsumgesellschaft, in der legale Substanzen wie Alkohol, Nikotin oder Medikamente eine hohe soziale Akzeptanz genießen – während illegale Drogen stigmatisiert werden. Diese Doppelmoral wirkt sich unmittelbar auf junge Menschen aus, die zunehmend mit widersprüchlichen Botschaften konfrontiert sind. Aktuell verschärft wird diese Debatte durch die Teillegalisierung von Cannabis. Pädagogische Fachkräfte sehen sich dadurch mit neuen Herausforderungen konfrontiert:Wie lässt sich Kinder- und Jugendschutz unter veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen wirksam umsetzen?
Wie kann man Jugendliche sachlich informieren, ohne zu verharmlosen – aber auch ohne moralischen Druck auszuüben? Das Seminar bietet Raum für eine differenzierte, kritische Auseinandersetzung mit der Legalisierung, ihren gesellschaftlichen Wirkungen und ihrer Bedeutung für die pädagogische Praxis. Sie lernen: -Wie Sie eine offene, fachlich fundierte Haltung zu Sucht und Konsumkultur entwickeln. -Wie Sie Jugendliche im Umgang mit Risiken stärken, ohne ihre Selbstbestimmung zu untergraben. -Wie Sie Konsumverhalten erkennen, ansprechen und reflektieren – auch im Spannungsfeld aktueller Gesetzesänderungen.
Das Seminar bietet praxisnahes Wissen zu: -Entwicklungsaufgaben der Adoleszenz und deren Bedeutung für Risikoverhalten -Konsummustern und Auswirkungen auf das jugendliche Gehirn -Rechtlichen Grundlagen (BtMG, Jugendschutzgesetz, Arbeitsschutz, Schulrecht)
Gemeinsam reflektieren wir, wie pädagogisches Handeln zwischen Selbstbestimmung, Schutzauftrag und gesellschaftlicher Verantwortung gestaltet werden kann.
-Themenschwerpunkte & Leitfragen: -Was ist „normaler“ Drogenkonsum im Jugendalter – und wo wird er riskant? -Woran erkenne ich Konsum – und wie spreche ich ihn professionell an? -Wie gehe ich im Team mit unterschiedlichen Haltungen um? -Wie beeinflusst die Cannabis-Legalisierung den pädagogischen Alltag? -Welche rechtlichen Grundlagen sind relevant? -Welche Haltung vertrete ich – und wie stärke ich Jugendliche in ihrer Entscheidungskompetenz?
Kursleiter*in:
Christian Geurden, Diplom Sozialpädagoge, Suchtberater
Zielgruppe:
Psychosoziale Fachkräfte
Schwerpunkt:
Was ist „normaler“ Drogenkonsum im Jugendalter – und wo wird er riskant?
Woran erkenne ich Drogenkonsum – und wie spreche ich ihn professionell an?
Wie beeinflusst die Cannabis-Legalisierung den pädagogischen Alltag?
Wie gehe ich persönlich mit diesem Thema um, wie agiere ich als Mitglied eines Teams?
Welche Haltung vertrete ich – und wie stärke ich Jugendliche in ihrer Entscheidungskompetenz?
Ziel psychosozialer Arbeit ist eine möglichst weitgehende Selbstbestimmung ihrer Klient*innen, die für Bewohner*innen der westlichen Welt in den letzten Jahrzehnten in vielfacher Hinsicht realisierbar geworden ist. Wie in allen Zeiten unterliegen wir aber weiterhin Naturgesetzen und vielfältigen gesellschaftlichen Bedingungen. Die Behauptung eines autonomen Individuums verschleiert sein gleichzeitiges beherrscht werden: intrapsychisch durch das Unbewusste, aber auch gesellschaftlich durch die Gesetze des Marktes und durch die technologische Entwicklung in einer digitalisierten Welt. Die Wirkmächtigkeit des Einzelnen hängt von der Anerkennung seines Eingebundenseins ab. Dies gilt für das Individuum, seine Selbstbestimmung und ihre Grenzen wie für die Begrenzung des technisch Machbaren in einem bedrohten Ökosystem. Bewusste Verantwortung als Grundlage menschlichen Lebens erfordert Anerkennung von Begrenzungen. In dem Seminar werden die Begrenzungen und Abhängigkeiten des Einzelnen deutlich gemacht und diskutiert. Durch dieses vertiefte Bewusstwerden wird die psychosoziale Arbeit mit den Klienten um eine notwendige und wesentliche Dimension bereichert.
Kursleiter*in:
Prof. Dr. med. Martin Teising, Facharzt für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin, Lehranalytiker der Deutschen und der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung
Zielgruppe:
Angehörige aller psychosozialen Berufe
Schwerpunkt:
Selbstbestimmung und ihre Grenzen bei: Gesundheit und Krankheit
Selbstbestimmung und ihre Grenzen bei: hohem Lebensalter
Selbstbestimmung und ihre Grenzen bei: Suizidalität
Nach Expertenmeinung leiden professionelle Helfer*innen häufig an Traumata, ohne die zu Grunde liegenden Ereignisse selbst erlebt zu haben. Sie können von Gefühlen, die in der Begegnung mit traumatisierten Menschen ausgelöst werden, geradezu überwältigt sein. In der Resonanz hat das Trauma „ansteckende“ Wirkung und löst Belastungen aus, die als Sekundärtraumatisierung bezeichnet werden. Symptome einer sekundären Traumatisierung können ähnlich einer primären Traumatisierung sein. Diese sind u.a.: Gefühle von Erschöpfung, Müdigkeit, Zweifel am Sinn der Arbeit, Schlafstörungen, Reizbarkeit, sich taub fühlen und keine Freude mehr empfinden.
Ziele des Seminars sind Wahrnehmen und Erkennen von Traumatisierungen und Erproben von Techniken zur Bewältigung und Prävention von Sekundärtraumatisierung. Ausgehend von den Erfahrungen der Teilnehmer*innen wird die eigene praktische Psychohygiene im Mittelpunkt stehen.
Kursleiter*in:
Marianne van Kempen, Diplom Soziologin, Supervisorin (DGSv), Theaterpädagogin
Zielgruppe:
Psychosoziale Fachkräfte
Schwerpunkt:
Wahrnehmen und Erkennen von Traumatisierungen
Erproben von Techniken zur Bewältigung und Prävention von Sekundärtraumatisierung
Die Arbeit mit psychisch belasteten Klient:*innen stellt hohe Anforderungen an Fachkräfte in der Jugendhilfe. Sie erfordert Einfühlungsvermögen, Resilienz sowie die Fähigkeit zur Selbstreflexion und Selbstregulation. Begegnungen mit Klient*innen können dabei intensive Gefühle auslösen, die einerseits eine wertvolle Ressource für die Beziehungsarbeit darstellen, andererseits aber auch belasten sind und die fachliche Einschätzung beeinträchtigen können. Ein bewusster Umgang mit diesen emotionalen Erfahrungen ist daher entscheidend, um Jugendliche und ihre Familien kompetent und stabil begleiten zu können.
In diesem Seminar lernen Sie einen praxisnahen Rahmen auf Grundlage der Mentalisierungstheorie kennen. Er unterstützt Sie dabei, Ihre eigenen Toleranz- und Mentalisierungsfenster wahrzunehmen und persönliche Muster in Situationen emotionaler Überforderung zu erkennen. Anhand von Fallbeispielen reflektieren Sie verstrickte Dynamiken und erhalten Impulse und Strategien, um Denkraum und emotionalen Abstand zu gewinnen. In praktischen Übungen erproben Sie zudem Selbstregulationstechniken, die Ihnen helfen, Ihre emotionale Stabilität im Berufsalltag zu stärken und Ihre Arbeit mit belasteten Jugendlichen noch professioneller zu gestalten.
Kursleiter*in:
Gergana Karaboycheva, Ärztin, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik Ernst von Bergmann, Potsdam
Längst ist inzwischen klar, dass Selbstverletzendes Verhalten für die meisten Patient*innen eine Form der Selbstfürsorge, der Stress-Regulation ist. Darüber hinaus zeigen aber sehr viele Menschen mit erheblichen Problemen eine ausgeprägte Tendenz, sich selbst zu schädigen, sich das Leben unverständlich schwer zu machen und eine therapeutische Arbeit zur Förderung der Selbstfürsorge geradezu als Bedrohung zu erleben und zu bekämpfen. Im Seminar wird dieses Verhalten versucht zu verstehen, und es werden verschiedene Behandlungsansätze vermittelt. Themen sind: Selbstverletzendes Verhalten, Selbst-Feindlichkeit, Täterintrojekte bei komplexen Trauma-Folgestörungen, Arbeit mit Täter-Introjekten: Imaginatives Vorgehen, sokratisches Fragen, systemisches Verständnis.
Kursleiter*in:
Prof. Dr. med. Ulrich Sachsse, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Universität Kassel, Autor diverser Sachbücher
Diese Fortbildung ist Bestandteil der modularen Weiterbildung "Qualifizierung für die Jugendhilfe und junge Erwachsenenhilfe". Dieses Modul kann hier auch einzeln gebucht werden.
Auch wenn die Jugendlichen, die in der Wohngruppe leben, als Einzelne mit ihren besonderen Fragestellungen und Problematiken gesehen und betreut werden, so leben sie zugleich in einer Gruppe. Für viele ist gerade der Kontakt und das sich-in-Gruppen-bewegen eine zentrale Schwierigkeit ihres Erlebens, die sie oft nur schwer bewältigen können. Die Arbeit mit der Gruppe der Jugendlichen ist eine unvermeidbare Aufgabenstellung für die einzelnen Betreuer*innen und das Team, das ebenfalls eine Gruppe ist. Prozesse der Gruppendynamik wahrzunehmen und die Arbeit mit der Gruppe als aktiven Prozess zu gestalten, sich selbst als Teil der Dynamik in Betracht zu ziehen, bildet eine Grundlage auch für die Arbeit mit den einzelnen Jugendlichen und soll in diesem Modul vermittelt werden.
Bindungsmuster und deren Störungsbilder, Sensibilisierung und Umsetzung von Nähe und Distanz
Bindung gehört zum grundlegenden Bedürfnis aller Menschen. Sie ist ein wesentliches Element, um in der professionellen Begleitung von Menschen Einfluss auf die Entwicklung der zu Betreuenden zu nehmen. In der Praxis unserer Arbeit haben wir es vielfach mit bindungsgestörten Klient*innen zu tun, die sich abweisend, aggressiv und widersprüchlich verhalten. Um den Jugendlichen neue Bindungserfahrungen zu ermöglichen, braucht es einen klaren Blick auf Beziehungsdynamiken und mögliche Verstrickungen. Wer gesunde Grenzen in der Übernahme von Verantwortung für sich und den Klienten findet, kann leichter auf Grenzüberschreitungen reagieren, Überforderungssituationen auflösen und angemessene Formen des Kontaktes schaffen. Der kluge Umgang mit schwierigen Situationen ist immer auch ein kluger Umgang mit sich selbst.
Am ersten Tag geht es entsprechend um eigene Stärken und Ressourcen des Selbstkontaktes und der Selbstregulation sowie um innere Überzeugungen, die Räume für Begegnung öffnen bzw. blockieren.
Der zweite Tag beschäftigt sich mit schwierigen Alltagsituationen und dem Blick auf bindungsgestörte Klient*innen, um manipulative Beziehungsdynamiken zu erkennen und Nähe- und Distanzregulation zu üben.
Führungskräfte im psychosozialen Bereich stehen täglich vor der Herausforderung, komplexe Anforderungen zu koordinieren: eigene Ansätze und Werte, Erwartungen von Mitarbeitenden, institutionelle Rahmenbedingungen sowie externe Vorgaben. Diese Vielschichtigkeit souverän zu gestalten, ist Kern guter Führung. In dieser Fortbildung lernen Sie, Ihr Selbstmanagement zu schärfen und Ihre Handlungsfähigkeit gezielt zu erweitern. Ziel ist es, dass Sie Ihre Leitungsrolle klarer, effizienter und proaktiv ausfüllen – und dabei neue Energie für Ihre tägliche Praxis gewinnen.
Inhalte: · Zeitmanagement optimieren: den richtigen Zeitpunkt für Interventionen erkennen und nutzen · Proaktives Denken entwickeln: wichtige Aufgaben rechtzeitig und wirksam angehen · Rollen klären: bewusst unterscheiden zwischen eigenem Handeln und Delegieren an Mitarbeitende
Methoden: · Analyse aktueller Lebens- und Berufsrollen im organisationalen Kontext · Erkennen von Mustern in Erfolgen und Konflikten als Ansatzpunkt für wirksame Interventionen · Training mit spezifischen Tools, künstlerischen und musikalischen Methoden · Gruppencoachings zur Reflexion und Umsetzung im eigenen Praxisfeld
Ablauf: · 1-tägiges Präsenztraining · Optional (nicht im Preis inbegriffen) gibt es die Möglichkeit, 4 begleitende Online-Gruppencoachings zur nachhaltigen Integration in Ihre Führungspraxis zu erhalten. Hier werden Sie ein eigenes Projekt aus Ihrem Arbeitsfeld als persönlichen Entwicklungsgegenstand bearbeiten.
Nutzen für Sie · Mehr Klarheit über Ihre Rolle und Ihren Beitrag in der Organisation · Gestärktes Selbstbewusstsein im Umgang mit komplexen Rahmenbedingungen · Effizienteres, souveräneres Leiten von Prozessen · Erfrischung und Stärkung für Ihre tägliche Leitungspraxis
Kursleiter*in:
Heiner von Viebahn, Supervisor DGSV, Sozialpädagoge, Organisationsberater
Zielgruppe:
Führungskräfte im psychosozialen Bereich, angehende Führungskräfte
In diesem praxisorientierten (Selbsterfahrungs-) Seminar entdecken Sie die vielfältigen Möglichkeiten, Symbole gezielt einzusetzen. Hierzu gibt es praktische Übungen zur Symbolarbeit als auch Tipps für den Einsatz in Beratung, Coaching und Therapie.
Symbolarbeit ist eine Methode, die Symbole gezielt nutzt, um innere Prozesse, unbewusste Inhalte und persönliche Entwicklungen sichtbar und bearbeitbar zu machen. Sie wird in vielen Kontexten angewendet – etwa in Therapie, Coaching, Pädagogik, Supervision und der Traumaarbeit.
Symbole wirken tief auf unser Unbewusstes. Durch ihre Verwendung lassen sich innere Bilder, Gefühle, Konflikte oder Ressourcen in eine äußere, sichtbare Form bringen. Dies ermöglicht es, Themen zu „begreifen“, zu bearbeiten und oft auch leichter zu transformieren.
Bei der Arbeit mit Symbolen wählen Klient*innen Gegenstände (z. B. Steine, Figuren, Naturmaterialien, Spielmaterial), die innere Themen oder Zustände symbolisieren. Diese werden z. B. auf dem Boden arrangiert (ähnlich wie bei einer Aufstellung).
Ziel der Symbolarbeit ist es,
Zugang zum Unbewussten schaffen
Ressourcen aktivieren
Konflikte externalisieren
Emotionale Entlastung ermöglichen
Entscheidungen oder Entwicklungsprozesse klären.
Die Wirkung dieser Methode:
Aktiviert intuitive und emotionale Aspekte der Entscheidung
Ermöglicht Perspektivwechsel und emotionale Klarheit
Reduziert Verwirrung, weil das Thema „begreifbar“ wird
Unterstützt die Eigenverantwortung im Entscheidungsprozess.
Kursleiter*in:
Karin Vogel, Diplom Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin
Zielgruppe:
Fachkräfte aus dem psychosozialen Bereich
Schwerpunkt:
Üben des Einsatzes von Symbolen in entspannter Atmosphäre
Im Kontext von psychosozialer Arbeit ist die Beziehungsgestaltung zu unseren Klient*innen sowohl im stationären als auch im ambulanten Setting immer wieder eine Herausforderung in den helfenden Berufen. Wir sind oft mit Wünschen und Sehnsüchten jedoch auch mit Ablehnung und Feindseligkeit uns gegenüber konfrontiert. Dann fragen wir uns, wieviel Nähe tut den Klient*innen gerade gut und wo ist Abgrenzung notwendig. Manchmal jedoch sind wir verstrickt, so dass wir erst im Nachhinein bemerken, dass über unsere Grenzen gegangen wurde oder wir die Grenzen der Klient*innen verletzt haben. Um unseren Klient*innen ein gesundes Beziehungsangebot machen zu können, ist es wichtig, unser Nähe- und Distanzverhalten zu reflektieren.
In dieser Fortbildung wollen wir die Möglichkeit geben, die Haltung bezüglich Nähe und Distanz zu den Klient*innen anzuschauen und neue Erkenntnisse zu gewinnen. Dies wollen wir auch mit Hilfe von praktischen Übungen tun. Gerne können auch eigene Fälle mitgebracht werden.
Kursleiter*in:
Gerlinde Huber, Diplom Pädagogin, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin
Fachkräfte in psychosozialen und medizinischen Arbeitsfeldern sind geübt darin, Menschen in persönlichen Krisen zu begleiten und zu stabilisieren. Doch was geschieht, wenn kollektive Krisen – globale Konflikte, gesellschaftliche Spannungen, ökologische und ökonomische Unsicherheiten – uns alle betreffen? Wenn diese Phänomene auch bei „den Profis“ Verunsicherung, Angst, Erschütterung oder Erschöpfung auslösen?
Diese Fortbildung bietet Raum, die eigene Resilienz zu stärken und Wege zu finden, innerlich stabil zu bleiben, auch wenn das Außen wankt. Denn Krisen tragen immer auch die Möglichkeit in sich, Entwicklung und Wandlung anzustoßen.
Gemeinsam wollen wir erkunden:
Welche Chancen und Lernfelder können in herausfordernden Zeiten liegen?
Welche Haltungen, Überzeugungen und Muster unterstützen oder behindern unsere innere Stärke?
Wie gelingt es, präsent, handlungsfähig und mitfühlend zu bleiben – für uns selbst, unser Umfeld und unsere Klient*innen?
In einem geschützten und wertschätzenden Gruppenrahmen verbinden sich theoretische Impulse mit Selbsterfahrung und Reflexion. Kurze Inputs zu Krise, Trauma und Entwicklung wechseln sich mit dialogischen, mentalen, körperorientierten und aufstellungsbasierten Methoden ab. So entsteht ein Prozess, der individuelles Coaching innerhalb der Gruppe ermöglicht und persönliche Ressourcen sichtbar macht.
Thematische Schwerpunkte:
Verantwortung in Zeiten kollektiver Erschütterungen: „Darf es mir gut gehen, wenn es anderen schlecht geht?“
Förderung hilfreicher Denk- und Gefühlsmuster
Präsenz und Verankerung im Hier und Jetzt
Transformation von (un-)bewussten Schuldgefühlen und Ängsten
Eigene Ausrichtung finden – ohne andere(s) abzulehnen
Umgang mit unterschiedlichen Perspektiven und Polarisierungen: Entwicklung von Ambiguitätskompetenz
Offenheit und Neugier bewahren – trotz Unsicherheit und Wandel
Diese Coaching-Tage bieten Freiraum und Struktur, um persönliche Stabilität, berufliche Wirksamkeit und innere Balance neu zu entdecken und zu stärken.
Kursleiter*in:
Claudia Ehlert, Soziologin, M. A., Supervisorin (DGSv) und Fortbildnerin mit Schwerpunkt Psycho-Traumatologie/Trauma-Pädagogik
Zielgruppe:
Psychosoziale Fachkräfte
Schwerpunkt:
Förderung hilfreicher Denk- und Gefühlsmuster
Präsenz und Verankerung im Hier und Jetzt
Transformation von (un-)bewussten Schuldgefühlen und Ängsten
Kreative Methoden können Prozesse beleben und Interaktionen erleichtern, körperlich und geistig in Bewegung bringen und entspannen. Ziel dieses Seminars ist es, das eigene Handlungsrepertoire zu erweitern, Kreativität und Flexibilität zu erhöhen, um die pädagogische Arbeit mit Klient*innen wirksamer und nachhaltiger werden zu lassen. Das Seminar hat Werkstattcharakter. Gemeinsam werden die verschiedenen Techniken erlebbar gemacht und auf ihre Wirksamkeit und Einsatzmöglichkeiten für die psychosoziale und pädagogische Beratung erprobt. Inhalte sind: Bewegungsübungen, Selbstregulationsübungen, Elemente aus dem pädagogischen Psychodrama, Arbeit mit Symbolen, Visualisierungstechniken.
Kursleiter*in:
Marianne van Kempen, Diplom Soziologin, Supervisorin (DGSv), Theaterpädagogin
Zielgruppe:
Mitarbeiter*innen in psychosozialer und pädagogischer Beratung
Schwerpunkt:
Erweiterung des professionellen Handlungsspielraums
Verstärkung der Wirksamkeit des pädagogischen Handelns
Erprobung verschiedener Techniken im Werkstattcharakter
Die Zwangsstörung ist geprägt von einem Leben in Angst und unter der Kontrolle von zwanghaften Gedanken und Verhaltensweisen. Ohne Behandlung ist ihr Verlauf meist chronisch, weshalb ein frühes Eingreifen – wie bei vielen psychischen Erkrankungen – besonders wichtig ist. Die Symptomatik ist jedoch komplex, sodass Betroffene fast immer auf die Hilfe von außen angewiesen sind. Dieser Workshop vermittelt fundiertes Wissen über die Entstehung, Symptome und unterschiedlichen Ausprägungen von Zwangserkrankungen. Sie erfahren, wie man zwanghaftes Denken und Verhalten erkennt und wie man im professionellen Rahmen damit umgeht. Zudem erhalten Sie praxisnahe Strategien, um betroffene Klienten gezielt zu unterstützen, die Kontrolle über ihr Leben zurück zu erlangen.
Lerninhalte: • Symptomatik und Ausprägungsformen • Besonderheiten im Kindes- und Jugendalter • Ursachen und Entstehung • Behandlungsmethoden und Interventionsmöglichkeiten • Fallarbeit
Kursleiter*in:
Lisa Reinshagen, M.Sc. Psychologin, approbierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin
Zielgruppe:
Psychosoziale Fachkräfte
Schwerpunkt:
Symptomatik und Ausprägungsformen
Besonderheiten im Kindes-und Jugendalter
Ursachen und Entstehung
Behandlungsmethoden und Interventionsmöglichkeiten