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November 2018

Aggressives Verhalten von Klienten, die eigentlich Unterstützung suchen, kommt im Beratungsalltag immer wieder vor - unterschwellig oder offen. Es reicht von geringschätzigen Gesten über deutlich abwehrende und abwertende Äußerungen bis hin zu tätlichen Angriffen. Solche destruktiven Anteile im Verhalten von Klienten verunsichern Mitarbeitende, belasten die Arbeitsbeziehung und erschweren es, eine ressourcenfördernde Arbeitshaltung beizubehalten. Gefühle von Scheitern und Frustration stellen sich insbesondere dann ein, wenn zuvor ein guter Verlauf bestand. Im Seminar geht es zunächst um die Vermittlung von Erklärungsansätzen aus der Trauma-Forschung zu Hintergründen und Funktionen von destruktiven Verhaltensweisen. Anschließend werden Möglichkeiten des Umgangs mit ihnen erarbeitet und erprobt: Wie werden destruktive Verhaltensweisen so besprechbar, dass sie immer weniger gezeigt werden müssen? Wie können Aggressionen - die der Klienten wie auch die eigenen – im Beratungsalltag konstruktiv genutzt werden? Ziel ist die Förderung von Sicherheit für Mitarbeitende wie für Klienten.

Kursleiter*in: Claudia Ehlert, Soziologin, M. A., Supervisorin (DGSv) und Fortbildnerin mit Schwerpunkt Psycho-Traumatologie/Trauma-Pädagogik  
Zielgruppe: Mitarbeitende von Sucht-, Familien-, Jugendhilfe sowie (Sozial-) Psychiatrie, Psychotherapeuten
Schwerpunkt:
  • Zugänge zum Thema Aggression
  • (Er-)Kenntnisse aus der Trauma-Forschung zu Abspaltungsprozessen und destruktivem Verhalten / „Täter-loyale Anteile“
  • Wie kann Stabilisierung gelingen, wenn innere Anteile von Klientinnen diese ablehnen?
Teilnahmegebühr: 265,00 €
Kategorie: Aggression
November 2018

1.Tag: Leidet ein Elternteil unter einer unbehandelten Borderlinestörung, bedeutet dies für das Kind ein erhöhtes Risiko, selber psychisch zu erkranken. Mütter mit einer BPS (Borderline Persönlichkeitsstörung) bringen sich selbst und andere leicht an Grenzen. Es kommt häufig zu Überforderungs- und Versagensgefühlen bei Klient*innen und Professionellen. Das Kindeswohl nicht aus dem Blickfeld rücken zu lassen ist ebenfalls für alle Beteiligten eine große Herausforderung. Am ersten Tag dieser Fortbildung sollen Grundwissen über die Erkrankung und ihre Auswirkung auf das Kindeswohl sowie praxisnahe Anregungen und Strategien vermittelt werden.

2.Tag: Es wird ein Einblick in die Gruppenarbeit mit Müttern mit Borderlinestörung geboten. Ausgehend von den Erfahrungen aus der praktischen Arbeit mit BPS-Müttern entwickelten Therapeutinnen und Wissenschaftlerinnen ein Trainingsprogramm. Das Training integriert Ansätze aus der DBT und Elterntrainings und soll hier vorgestellt werden. Exemplarisch werden einige Teile des Trainings durchgeführt, um therapeutisch wirksame Didaktik und Haltung zu vermitteln.

Kursleiter*in: Sigrid Buck-Horstkotte,  Diplom Psychologin, Claudia Kertzscher, Diplomsozialpädagogin
Zielgruppe: SozialpädagogInnen, PsychologInnen, ÄrztInnen, PsychotherapeutInnen, ErzieherInnen und andere therapeutisch und beraterisch tätige Berufsgruppen an der Schnittstelle zwischen Jugend- und Erwachsenenhilfe
Schwerpunkt:
  • 1. Tag: Vermittlung von Hintergrundwissen, hilfreichen Grundprinzipien und Strategien für die praktische Arbeit mit Müttern kleiner Kinder, die unter einer Borderlinestörung leiden. Ziel ist es, wirksame Unterstützung für Mutter und Kind bereitzustellen, die eigene Haltung zu reflektieren, Ressourcen zu fördern und Grenzen zu erkennen.
  • 2. Tag: Vorstellung eines spezialisierten Gruppentrainings für Borderline-Mütter und Kinder. Einblick in die Struktur und Hintergründe des Trainings und die angestrebte therapeutisch wirksame Haltung der TrainerInnen. Ziel ist es, ein praktisches Anwendungsbeispiel zu geben und einen Anreiz zu schaffen, das Training ebenfalls einzusetzen.
Teilnahmegebühr: 265,00 €
Kategorie: Psychische Erkrankung
Dezember 2018

Kreative Methoden können Prozesse beleben und Interaktionen erleichtern, körperlich und geistig in Bewegung bringen und entspannen. Ziel dieses Seminars ist es, das eigene Handlungsrepertoire zu erweitern, Kreativität und Flexibilität zu erhöhen, um die pädagogische Arbeit mit Klient*innen wirksamer und nachhaltiger werden zu lassen. Das Seminar hat Werkstattcharakter. Gemeinsam werden die verschiedenen Techniken erlebbar gemacht und auf ihre Wirksamkeit und Einsatzmöglichkeiten für die psychosoziale und pädagogische Beratung erprobt. Inhalte sind: Bewegungsübungen, Selbstregulationsübungen, Elemente aus dem pädagogischen Psychodrama, Arbeit mit Symbolen, Visualisierungstechniken.

Kursleiter*in: Marianne van Kempen, Diplom Soziologin, Supervisorin (DGSv), Theaterpädagogin
Zielgruppe: MitarbeiterInnen von stationären Einrichtungen, interessierte Fachleute, PsychotherapeutInnen
Schwerpunkt:
  • Erprobung verschiedener Techniken im Werkstattcharakter
Teilnahmegebühr: 135,00 €
Kategorie: Methode
Dezember 2018

Essen oder Nicht-Essen…Psychogene Essstörungen als Bewältigungsstrategie.
Ein frühzeitiges Erkennen einer Essstörung erhöht die Chance auf Heilung, vorausgesetzt, dass eine Behandlung von Betroffenen angenommen wird. Ein sensibler aber auch konfrontativer Umgang mit Betroffenen ist unumgänglich. Die Fortbildung gibt u.a. Einblicke in Denk- und Reaktionsmuster von Betroffenen und zeigt Fallen und Chancen im Umgang mit ihnen auf.

Kursleiter*in: Sylvia Baeck, Mitbegründerin von Dick und Dünn, Buchautorin    
Zielgruppe: MitarbeiterInnen von stationären Einrichtungen, interessierte Fachleute, PsychotherapeutInnen
Schwerpunkt:
  • Hintergründe, verschiedene Phasen, Erkennungsmerkmale und Behandlung von psychogenen Essstörungen. Umgang mit Betroffenen und Angehörigen.
  • 1.Tag Basisinformationen über Ursachen, Entstehungsverläufe, d.h. Früherkennung, Symptomatik, Folgen und Behandlung von Psychogenen Essstörungen
  • 2.Tag: Umgang mit Betroffenen und Angehörigen. Chancen und Fallen in Gesprächssituationen unter Einbezug von Fallbeispielen, gern auch von TeilnehmerInnen.
Teilnahmegebühr: 265,00 €
Kategorie: Psychische Erkrankung
Dezember 2018

Ziel psychosozialer Arbeit ist eine möglichst weitgehende Selbstbestimmung ihrer Klienten, die für Bewohner der westlichen Welt in den letzten Jahrzehnten in vielfacher Hinsicht realisierbar geworden ist. Wie in allen Zeiten unterliegen wir aber weiterhin Naturgesetzen und vielfältigen gesellschaftlichen Bedingungen. Die Behauptung eines autonomen Individuums verschleiert sein gleichzeitiges Beherrschtwerden: intrapsychisch durch das Unbewusste, aber auch gesellschaftlich durch die Gesetze des Marktes und sowie durch die technologische Entwicklung in einer digitalisierten Welt. Die Wirkmächtigkeit des Einzelnen hängt von der Anerkennung seines Eingebundenseins ab. Dies gilt für das Individuum, um dessen Selbstbestimmung und ihre Grenzen wie für die Begrenzung des technisch Machbaren in einem bedrohten Ökosystem. Bewusste Verantwortung als Grundlage menschlichen Lebens erfordert Anerkennung von Begrenzungen.

Kursleiter*in: Prof. Dr. med. Martin Teising, Facharzt für Psychiatrie, Psychoanalytiker
Zielgruppe: Angehörige aller psychossozialen Berufe
Schwerpunkt:
  • Selbstbestimmung und ihre Grenzen bei: Gesundheit und Krankheit, hohem Lebensalter, Suizidalität. Psychische Grenzen, Geschlechtsspezifische Differenzen
Teilnahmegebühr: 135,00 €
Kategorie: Suizidgefährdung
Februar 2019

Ausgehend von den Fragestellungen „Wie geht es mir in der Arbeit mit Klient*innen? Was möchte ich gerne verändern und warum? Welche Konsequenzen ergeben sich aus diesen Veränderungsperspektiven für meine Arbeit mit den Klient*innen?“ behandelt die Fortbildung zwei Themenschwerpunkte: Zum einen geht es um Selbstverständnis und Selbstreflektion der eigenen Position, Rolle, Abgrenzungsthematiken, Psychohygiene, Umgang mit Belastungen und Arbeitsstrukturen. Zum anderen geht es um Übertragungs- und Gegenübertragungsgeschehen, für das sensibilisiert wird. Dies geschieht vor dem Hintergrund von psychoanalytischem und gestalttherapeutischem Verständnis. Wenn sich die HelferIn in diesem Geschehen sehr gut wahrnimmt, kann sie unbewusste Informationen und Beziehungsdynamiken gut erkennen, kann authentischer und klarer in den Kontakt gehen. So wird die Arbeit mit Klient*innen effizienter und auch leichtgängiger für die Helfer*in.

Kursleiter*in: Sylvia Siegel, Dr. phil., Diplom Psychologin, Gestalttherapeutin, Supervisorin
Zielgruppe: Mitarbeiter*innen aus Einrichtungen der sozialen Arbeit, die in unterschiedlichen Kontexten mit psychisch Kranken arbeiten,Psychotherapeut*innen
Schwerpunkt:
  • Ziel unserer gemeinsamen Arbeit ist es, die eigene Helferperspektive bewusst, klarer und damit handhabbarer herauszustellen. Oftmals überbetont man als Helfer*in die auf die Klient*in zentrierte Sichtweise (z. B. in der Frage: „Was kann ich als Helfer*in noch tun, damit es der Klient*in besser geht?“). Dabei läuft man Gefahr, andere Aspekte, die eine für den Prozess befriedigendere Lösung bergen, zu übersehen. Ein beziehungsdynamischer Blick auf Helfer*in und Klient*in und Auftrag/Strukturen kann den Lösungsfluss in Gang bringen. Dieses Vorgehen kann dann auch in Formaten wie der kollegialen Beratung und Intervision genutzt werden.
Teilnahmegebühr: 135,00 €
Kategorie: Methode
März 2019

Verzerrungen und Störungen im Verhalten, Fühlen und Denken von Kindern und Jugendlichen haben ihren Ursprung in Störungen der Bindungsentwicklung. Bindungsstörungen sind die Folge früher Traumatisierungen, die zu Störungen der Entwicklung des Gehirns führen und im Jugend- oder Erwachsenenalter eine große Gefahr psychopathologischer Erkrankung darstellen.
Das Seminar soll Wissen über das Thema vermitteln und helfen, dies praxisnah im Umgang mit betroffenen Kindern und Jugendlichen umzusetzen.

Kursleiter*in: Jutta Rahlf- Riermeier, Diplom Sozialpädagogin, Gestalttherapeutin
Zielgruppe: Psychotherapeut*innen, Fachkräfte der Jugendhilfe aus allen Bereichen
Schwerpunkt:
  • Im Fokus steht die Beziehungsgestaltung der betroffenen Kindern und Jugendlichen zu uns Professionellen.
Teilnahmegebühr: 265,00 €
Kategorie: Psychische Erkrankung
März 2019

In dem Seminar wird grundsätzliches Wissen zu Krisen und möglicherweise auftretender Suizidalität im späten Kindes- und Jugendalter vermittelt . Die Anzeichen einer Krise zu erkennen und der Umgang mit Suizidgedanken und –äußerungen werden erarbeitet. Dabei ist es Ziel, die eigene professionelle Handlungsfähigkeit zu erhalten und passende Hilfsmöglichkeiten zur Verfügung zu haben.

Kursleiter*in: Sibylle Löschber, Diplom Psychologin, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, Beratungsstelle neuhland    
Zielgruppe: LehrerInnen, ErzieherInnen, SozialarbeiterInnen, PädagogInnen,PsychotherapeutInnen, Interessierte Fachleute
Schwerpunkt:
  • Umgang mit Suizidalität
  • Krisengespräch
Teilnahmegebühr: 135,00 €
Kategorie: Suizidgefährdung
März 2019

Hintergründe, Früherkennung, Diagnostik und Behandlung von Anorexie, Bulimie, Binge-Eating-Disorder sind Themen der Fortbildung. Es wird Basiswissen über psychogene Essstörungen anhand von Fallbeispielen aus der Praxis vermittelt. Das Seminar veranschaulicht den schleichenden Prozess der Entstehung von Essstörungen. Es zeigt Handlungsspielräume für die Behandlungsmotivation und Behandlungsmöglichkeiten.

Kursleiter*in: Sylvia Baeck, Mitbegründerin von Dick und Dünn, Buchautorin    
Zielgruppe: Sozialpädagog*innen, Psychotherapeut*innen, Lehrer*innen, interessierte Fachleute
Schwerpunkt:
  • Vermittlung von Grundlagenwissen anhand von Fallbeispielen
Teilnahmegebühr: 135,00 €
Kategorie: Psychische Erkrankung
März 2019

Wenn Jungen Rat oder einfach ein offenes Ohr brauchen, dann ist es für sie oft gar nicht so leicht, zu wissen, wo und wie ihnen dies gelingen soll. Da Junge- bzw. Mannsein auch heute noch sehr stark mit einem Männlichkeits-Bild von Souveränität und Stärke verbunden wird, fällt es vielen Jungen schwer, mit ihren eigenen Unsicherheiten, Sorgen und Nöten umzugehen und sich Hilfe und Unterstützung zu holen. Gerade in der offenen Arbeit sind Fachkräfte auf ein gutes Gespür für den richtigen Zeitpunkt angewiesen, bei dem für die Jungen die Tür offen steht. Es gilt, den richtigen Moment und die richtige (An-)Sprache zu finden, um Jungen zu erreichen, sie zu unterstützen und ggf. zu beraten, damit diese Tür nicht gleich wieder geschlossen wird. Orientiert an lösungsorientierten Vorgehensweisen und Gewaltfreier Kommunikation werden in der Fortbildung anhand Ihrer Fallbeispiele folgende Themen bearbeitet: Zusammenhang von Männlichkeits-Bildern und Nöten von Jungen, Gefühle und Bedürfnisse von Jungen verstehen und sie entschlüsseln, Kennenlernen lösungsorientierter Fragetechniken, um Jungen zu unterstützen, Jungen beraten, ohne ihnen Ratschläge zu geben, Jungen unterstützen, eigenwillige Lösungsstrategien zu entwickeln.

Kursleiter*in: Michael Hackert, Diplom Pädagoge, Systemischer Berater, Dissens e.V.  
Zielgruppe: Sozialarbeiter*innen, Erzieher*innen und weitere interessierte Berufsgruppen
Schwerpunkt:
  • Einführung in wesentliche Gedanken aus der Männlichkeits- und Jungenforschung und deren Anwendung in Haltung und Methoden für die Beratung von Jungen.
Teilnahmegebühr: 135,00 €
Kategorie: Jungen-/Männerarbeit
März 2019

Die psychische Erkrankung eines Elternteils stellt für die Betroffenen, die gesamte Familie und in besonderem Maße für die Kinder eine äußerst belastende Situation sowie einen deutlichen Risikofaktor für eine gesunde Entwicklung dar. Geeignete und früh ansetzende Hilfen sind aus diesem Grund von großer Bedeutung. Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe und des Gesundheitswesens, die mit diesen Familien arbeiten, sind demzufolge in besonderer Weise gefordert. Kinder psychisch kranker Eltern sind eine Hochrisikogruppe für psychische Erkrankungen. Die Fortbildung informiert über den aktuellen Stand der High-Risk- und der Resilienzforschung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der alters- und entwicklungsgerechten Information zu psychischen Erkrankungen, insbesondere Depression, Persönlichkeitsstörungen vom Typ Borderline und/oder Schizophrenie.

Kursleiter*in: Ines Andre-Korkor, Diplom Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin  
Zielgruppe: Fachkräfte im sozialen und gesundheitheitsmedizinischen Bereich, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, PsychotherapeutInnen
Schwerpunkt:
  • Ergebnisse der High-Risk- und Resilienzforschung
  • Psychoedukative Interventionen für Kinder und Jugendliche
Teilnahmegebühr: 135,00 €
Kategorie: Psychische Erkrankung
März 2019

Stress und Belastungen gehören zum Alltagsgeschäft und werden individuell sehr unterschiedlich erlebt und verarbeitet. Arbeitsverdichtung, Probleme mit Klient*innen oder Kolleg*innen, Leistungsdruck - die Anforderungen sind vielfältig und werden durch eigene innere Stressmuster und Ängste noch verstärkt.
Das Seminar bietet den Teilnehmer*innen - ausgehend von den Belastungen in ihrem Arbeitsalltag - die Möglichkeit, konstruktive Bewältigungsstrategien kennenzulernen und diese in ihre Arbeitsweise zu integrieren.

Kursleiter*in: Birgit Hinsching, Dipl. Sozialpädagogin, Supervisorin DGSv l
Zielgruppe: Menschen, die in ihrer Arbeit Belastung und Anforderungsdruck erleben und Wege positiver Stressbewältigung suchen, PsychotherapeutInnen
Schwerpunkt:
  • Äußere Stressoren und innere Antreiber
  • Wege zu mehr Gelassenheit im Alltag
  • Psychohygiene und Selbstfürsorge
  • Abgrenzung und Umgang mit eigenen Grenzen
Teilnahmegebühr: 135,00 €
Kategorie: Selbstmanagement
März 2019

Wir erleben in den Einrichtungen immer wieder, dass sich sehr schwierige Situationen mit einzelnen Jugendlichen oder der Gruppe entwickeln, die die Mitarbeiter*innen an den Rand ihrer Möglichkeiten bringen. An Beispielen aus der konkreten pädagogischen Arbeit der Teilnehmer*innen wird diskutiert und verstehbar gemacht, welche Bedeutung der „haltgebende Rahmen“ und die „Haltung“ der Mitarbeiter*innen/des Teams für die Bewältigung schwieriger Situationen in der Betreuung der Jugendlichen hat und wie man die pädagogisch-therapeutische Praxis konstruktiv weiterentwickeln kann. Mit Bezug auf theoretische Kontexte wird über die Zusammenhänge zwischen pädagogisch-therapeutischem Milieu, der Bedeutung von Übertragungen in der pädagogischen Arbeit und dem Zusammenwirken von Team und Jugendlichengruppe und jedem einzelnen Jugendlichen gearbeitet.

Kursleiter*in: Claus-Peter Rosemeier, Diplom Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Leiter der Koralle – therapeutische Wohngruppen im Pestalozzi-Fröbel-Haus Berlin
Zielgruppe: Pädagogische und therapeutische Mitarbeiter*innen aus Jugendhilfeeinrichtungen; MitarbeiterInnen des Jugendamtes; PsychotherapeutInnen
Schwerpunkt:
  • Haltgebender Rahmen; pädagogisch-therapeutisches Milieu; Mentalisierungstheorie, Übertragungs-/Gegenübertragungsprozesse; pädagogischer Alltag in der Gruppe; Teamarbeit
Teilnahmegebühr: 135,00 €
Kategorie: Methode
März 2019

Ziel psychosozialer Arbeit ist eine möglichst weitgehende Selbstbestimmung ihrer Klient*innen, die für Bewohner*innen der westlichen Welt in den letzten Jahrzehnten in vielfacher Hinsicht realisierbar geworden ist. Wie in allen Zeiten unterliegen wir aber weiterhin Naturgesetzen und vielfältigen gesellschaftlichen Bedingungen. Die Behauptung eines autonomen Individuums verschleiert sein gleichzeitiges beherrscht werden: intrapsychisch durch das Unbewusste, aber auch gesellschaftlich durch die Gesetze des Marktes und durch die technologische Entwicklung in einer digitalisierten Welt. Die Wirkmächtigkeit des Einzelnen hängt von der Anerkennung seines Eingebundenseins ab. Dies gilt für das Individuum, um dessen Selbstbestimmung und ihre Grenzen wie für die Begrenzung des technisch Machbaren in einem bedrohten Ökosystem. Bewusste Verantwortung als Grundlage menschlichen Lebens erfordert Anerkennung von Begrenzungen.

Kursleiter*in: Prof. Dr. med. Martin Teising, Facharzt für Psychiatrie, Psychoanalytiker
Zielgruppe: Angehörige aller psychossozialen Berufe
Schwerpunkt:
  • Selbstbestimmung und ihre Grenzen bei: Gesundheit und Krankheit, hohem Lebensalter, Suizidalität. Psychische Grenzen, Geschlechtsspezifische Differenzen
Teilnahmegebühr: 135,00 €
Kategorie: Suizidgefährdung
März 2019

Fachkräfte psychosozialer und psychiatrischer Einrichtungen werden immer wieder mit spezifischen Phänomenen konfrontiert, welche sich als Trauma-Folgen entwickelt haben. Der Umgang mit diesen „Störungen“ ist oftmals eine große Herausforderung: so erfordert der Aufbau einer stabilen Arbeitsbeziehung oder der Umgang mit starken Stimmungsschwankungen, Polarisierungen, Aggressivität oder selbstverletzendem Verhalten sowohl spezifisches Wissen und Verstehen als auch eine traumasensible Handlungskompetenz.
Im Seminar geht es um beides: Zum einen um die Vermittlung traumaspezifischer Kenntnisse, z.B. zu peri- und posttraumatischer Dissoziation als psychischen Schutzmechanismus. Zum anderen liegt der Fokus auf der Beziehungs- und Kontaktgestaltung. Der Umgang auch mit „schwierigen“ Klient*innen soll durch diese Grundlagen für die Seminarteilnehmenden leichter werden.

Kursleiter*in: Claudia Ehlert, Soziologin, M. A., Supervisorin (DGSv) und Fortbildnerin mit Schwerpunkt Psycho-Traumatologie/Trauma-Pädagogik  
Zielgruppe: Mitarbeitende in Familien-, Sucht- und Jugendhilfe sowie (Sozial-) Psychiatrie
Schwerpunkt:
  • Begriffsklärung Trauma und Trauma-Folgen, Spaltung / Dissoziation erkennen und begegnen, was was schadet im Umgang mit die Trauma-Folgen zeigen? Nähe und Distanz in der Arbeitsbeziehung , Stabilisierungstechniken zur Ressourcenförderung und Distanzierung, Klärung von Praxisfragen
Teilnahmegebühr: 135,00 €
Kategorie: Trauma
April 2019

Die unreifen Formen der Aggression, die dazu führen, sich selbst oder andere psychisch und/oder körperlich zu verletzen, haben ihren häufigsten Ursprung in einer Störung der frühen Selbstregulationsentwicklung innerhalb des entwicklungspsychologischen Aufbaus von Bindung. Unsichere und traumatische Bindungsprozesse beinträchtigen die Kontaktfähigkeit und das Selbstempfinden des Kindes. Emotionale Regulation und Bindungserfahrungen bedürfen einer Nachreifung, deren Grundlagen in diesem Seminar erfahren werden. Dies ist die Basis um den emotionalen Kreislauf der eskalierenden Aggression zu verstehen und geeignete vorbeugende und gegenwärtige Interventionen anzuwenden. Teil dieser Intervention ist die eigene Haltung in Bezug auf Klient*innen und sich selbst, die Bindungskommunikation und die Vermeidung sekundärer Frustrationen. Ziel dieser Interventionen ist auch die Entlastung der Helfer*innen, indem sie durch "Selbstanbindung" die eigenen Alarmgefühle minimieren und kontrollieren können.

Kursleiter*in: Jutta Rahlf- Riermeier, Diplom Sozialpädagogin, Gestalttherapeutin
Zielgruppe: SozialpädagogInnen, PsychologInnen, PsychotherapeutInnen, ErzieherInnen, LehrerInnen, und andere beratende Berufsgruppen
Schwerpunkt:
  • Kinder und Jugendliche mit ihren Aggressionen verstehen.
  • Der biologische und psychologische Sinn von Aggression. Wem dient sie und wodurch wird sie ausgelöst?
  • Aggression die keiner versteht braucht "Aggressions-Flüsterer".
  • "Bindungs- Intervention" und "Bindungs- Kommunikation" werden erfahren und angewendet.
Teilnahmegebühr: 265,00 €
Kategorie: Aggression
April 2019

Schizophrenie ist eine schwerwiegende, häufig chronisch verlaufende Erkrankung, die in ihrem Verlauf immer wieder kostenaufwändige stationäre Behandlungen notwendig macht. In den letzten Jahren mehren sich Hinweise darauf, dass ein frühzeitiges Erkennen und konsequentes Behandeln der Erkrankung, bestenfalls schon in der Frühphase („Prodromalphase“), einen positiven Einfluss auf den weiteren Krankheitsverlauf sowie die hiermit verbundenen gesundheitlichen und medizinisch-ökonomischen Folgen haben kann.

In diesem Seminar werden die Konzepte und Methoden zur Früherkennung und -behandlung der Schizophrenie dargestellt. Hierbei soll es allerdings auch um eine kritische Reflexion der Grenzen und Risiken der Früherkennung im psychiatrischen Alltag gehen und Sensibilität für mögliche Differentialdiagnosen zum schizophrenen Prodromalstadium geschaffen werden.

Kursleiter*in: Dr. rer.nat. Yehonala Gudlowski, Diplompsychologin, Psychotherapeutin  
Zielgruppe: Sozialarbeiter*innen, Psychotherapeut*innen, Psycholog*innen
Teilnahmegebühr: 135,00 €
Kategorie: Psychische Erkrankung
April 2019

Die Auseinandersetzung mit Drogen gehört mittlerweile zu einer Entwicklungsaufgabe des Jugendalters. Wie unterscheiden sich die Konsummuster und welche Rahmenbedingungen sowie Regeln sind im Umgang damit sinnvoll? Wir thematisieren die Überprüfungsmöglichkeiten und Grenzen von Regelüberschreitungen und Besonderheiten süchtigen Verhaltens und ab wann professionelle Hilfe eingeschaltet werden muss bzw. wann die Grenze der Leistungsfähigkeit eines Teams erreicht ist. In diesem Kontext wird die Notwendigkeit und Bedeutung der Haltung gegenüber konsumierenden Jugendlichen herausgearbeitet. Konflikte die durch Konsum entstehen sind Beziehungsarbeit. Dies berührt auch den wichtigen Aspekt der Co-Abhängigkeit und ihrer Erscheinungsmerkmale. Die aktuelle Entwicklung weist zudem einen Trend zu weichen Drogen auf, den sogenannten "legal highs". Hier geben wir einen Überblick über Beschaffungsquellen, Funktion, Wirkung sowie psychischer und physischer Gesundheitsgefährdung junger Menschen.

Kursleiter*in: Sabine Collman, Diplom Pädagogin, Suchttherapeutin VDR, Projektleitung Villa Störtebecker, Karuna e.V.  , Christian Geurden, Diplom Sozialpädagoge, Karuna e.V.  
Zielgruppe: Sozialarbeiter / - pädagogen / Psychologen / Erzieher
Schwerpunkt:
  • -Unterscheidung der Konsummuster von riskant bis süchtiger Gebrauch
  • -Kriterien der Co-Abhängigkeit
  • -Information zu neuen weichen Drogen
  • -Suchtmittelgebrauch als Herausforderung in der Jugendhilfe
Teilnahmegebühr: 135,00 €
Kategorie: Sucht
Mai 2019

Durch traumatische Einzelereignisse oder durch langfristig schädigende Bindungserfahrungen können regressive Schemata und Subjekt-Objekt-Konstellationen entstehen, die in Belastungssituationen der Gegenwart aktualisiert werden und den Gegenwartsbezug überlagern, verfälschen oder gar aufheben. Dies bedarf spezifischer Behandlungsmethoden, die regressiven States entgegensteuern. Vermittelt wird die „Arbeit mit dem Inneren Kind“ als ein klinisch bewährtes Vorgehen.

Kursleiter*in: Prof. Dr. med. Ulrich Sachsse, Prof. Dr. med.,  Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Universität Kassel, Autor diverser Sachbücher
Zielgruppe: PsychologInnen, ÄrztInnen, SozialpädagogInnen,PsychotherapeutInnen mit entsprechendem Arbeitsschwerpunkt
Schwerpunkt:
  • Komplexe Posttraumatische Belastungsstörung
  • Borderline-Persönlichkeitsstörung
  • Bindungsstörung Typ-D
  • Aktive Gestaltung der therapeutischen Beziehung
  • Arbeit mit dem Inneren Kind
Teilnahmegebühr: 135,00 €
Kategorie: Trauma
Mai 2019

Eltern, die in ihrem Leben Traumatisierungen erlebt haben, geraten im Alltag mit ihren Kindern auf Grund von Folgestörungen häufig an Grenzen. Mit ihnen geraten auch Helfer*innen in Situationen, die ratlos und ohnmächtig machen. Die Fortbildung hat das Ziel, den transgenerationalen Prozess der Traumaweitergabe zu unterbrechen und damit neue Entwicklungsräume für Familien zu eröffnen. Sie soll neben der Vermittlung von Grundlagen zu Trauma und Bindung Handlungsoptionen für die Zusammenarbeit mit Familien eröffnen. Als konkrete Fördermöglichkeit von sicherer Bindung zwischen Eltern und Kindern wird ein praxiserprobtes Konzept vorgestellt, das traumapädagogische Methoden, die Marte Meo Methode und das Konzept der Mentalisierungsförderung, integriert.

Zielgruppe: Sozialarbeiter*innen, Erzierher*innen, Psycholog*innen, Erzieher*innen
Schwerpunkt:
  • Entstehung von Traumata, Bindungstrauma
  • Bindungsmuster, Verhältnis von Bindung und Trauma
  • Traumafolgestörung und Kindeswohlgefährdung
  • Praxis der Bindungsförderung
Teilnahmegebühr: 265,00 €
Kategorie: Trauma
Mai 2019

Selbstschädigendes Verhalten bei Jugendlichen und zum Teil auch bei Kindern stellt in der pädagogischen und in der therapeutischen Arbeit eine große Herausforderung dar.  Im Seminar werden Grundlagen zum Verstehen des selbstschädigenden Verhaltens erarbeitet. Dabei wird auch die Gegenübertragungsdynamik einbezogen. Die Teilnehmer*innen erwerben sich auf der Grundlage dieses Verstehens ihre eigenen Interventions- und Unterstützungsmöglichkeiten, aber auch deren Begrenztheit, für ihren jeweiligen Arbeitsbereich.

Kursleiter*in: Dorothea Zimmermann, Psychologische Kinder- und Jugendlichentherapeutin, Traumatherapeutin, Supervisorin, Mädchennotdienst Wildwasser e.V.
Zielgruppe: MitarbeiterInnen von Jugendämtern, SozialarbeiterInnen, MitarbeiterInnen der Kinder- und Psychiatrie, PsychotherapeutInnen
Schwerpunkt:
  • Verständnis der zu Grunde liegenden Psychodynamik, Zugang zu einem eigenen Verstehen und einer eigenen Handlungsmöglichkeit, Übertragung auf das Arbeitsfeld der Teilnehmer*innen
Teilnahmegebühr: 135,00 €
Kategorie: Psychische Erkrankung
Mai 2019

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene werden in stationären Einrichtungen im Gruppenkontext betreut. Dies stellt die beteiligten Klient*innen und Helfer*innen vor große Herausforderungen. Die Fortbildung soll in wichtige Themen der Gruppendynamik einführen und hilfreiche Instrumente und Interventionen im Gruppenprozess beschreiben. Folgende Fragestellung und Bereiche werden bearbeitet: Wie funktioniert Gruppe? Der Einzelne in der Gruppe, Ängste und Wünsche, was hält? - über Milieu und Struktur, die Rolle des Leiters, was sagt uns die Gruppe, Macht und Ohnmacht in Gruppen, Gewalt und Sexualität im Gruppenkontext, Grenzen und Regeln

Kursleiter*in: Andreas Opitz, Gruppenanalytiker, Psychotherapiestation Vivantes Klinikum Friedrichshain, Berlin, Sozialpädagoge, Gestaltpädagoge 
Zielgruppe: Psychosoziale Berufsgruppen, die mit Gruppen arbeiten und am Thema Interessierte, Psychotherapeut*innen
Schwerpunkt:
  • Funktionsweise von Gruppen
  • Die Rolle des Leiters
  • Macht und Ohnmacht
  • Gewalt und Sexualität im Grupenkontext
  • Grenzen und Regeln
Teilnahmegebühr: 135,00 €
Kategorie: Gruppe
Mai 2019
16.05.2019 - 17.05.2019

Gesundheit und Selbstfürsorge

Gesundheit und Selbstfürsorge kommen insbesondere in den Gesundheits- und Sozialberufen oft zu kurz.
Das Seminar vermittelt, wie erste Schritte zur gesundheitsförderlichen Gestaltung des Arbeitsalltags aussehen können, stärkt die Selbstmanagementkompetenz und stellt Entlastungsstrategien vor. Es wird gezeigt, wie Kommunikation auch in Konfliktsituationen im Arbeitsalltag leichter gelingen kann und wie wir trotz knapper Zeitressourcen nicht in Zeitnot geraten. Im Seminar vermittelt werden Gesundheits- und Selbstkompetenzen. Vertieft werden die Seminarinhalte durch zahlreiche praktische Übungen sowie die Entwicklung eines eigenen Entlastungsprojektes.
Themen sind auch: Gesundheit stärken, mit Stress kompetent umgehen,  wieder erholsamen Schlaf finden, Achtsamkeit und Genuss, Entlastungsprojekte

Zielgruppe: Alle Gesundheits- und Sozialberufe
Schwerpunkt:
  • Gesundheit stärken
  • Umgang mit Stress
  • Kommunikation in Konfliktsituationen
Teilnahmegebühr: 265,00 €
Kategorie: Selbstmanagement
Mai 2019

Ist das nicht schön? Gut vorbereitet, kraftvoll und konzentriert auf das Wesentliche ergibt sich für Sie eins aus dem anderen, Mitarbeiter*innen denken mit und unterstützen, Sie erhalten zeitnah Rückmeldungen aus den Prozessen und genießen den berühmten „Flowstate“. Dieses Training beschäftigt sich mit einigen Werkzeugen, die Ihr Leben als Führungskraft erleichtern können. Auf der persönlichen Ebene geht es um gesunde Selbstführung, auf der sozialen Ebene um zielbewusste Kommunikation in Konflikten und effektive Kooperation, und auf der Ebene der Arbeitsmittel trainieren wir Zeitmanagement und angemessenes Kommunizieren mit Stakeholdern. Wir werden mit Zielklärungsverfahren arbeiten, uns mit systemischer Gesundheit beschäftigen und angemessenes Empowerment von Mitarbeiter*innen erarbeiten. Erwünschtes Ergebnis ist, selbst-bewusste Führungskompetenz und die proaktive Haltung zu entwickeln und trainieren.

Kursleiter*in: Heiner von Viebahn, Supervisor DGSV, Sozialpädagoge, Organisationsberater
Zielgruppe: Alle Gesundheits- und Sozialberufe
Schwerpunkt:
  • Proaktives Handeln
  • Systemische Gesundheit
  • Organisationales Lernen
Teilnahmegebühr: 265,00 €
Kategorie: Selbstmanagement
Mai 2019

Kinder und Jugendliche können vielfältige Arten von Verlusten erleben - Trennung der Eltern und vom Elternhaus, von Freunden, von Wohnorten und durch den Tod von Tieren und von wichtigen Bezugspersonen wie Geschwister, Großeltern und Eltern. Verluste können traumatische Wirkungen haben und sind für Kinder mit deren oft weitreichenden Folgen unbegreiflich. In ihrer Trauer benötigen sie erwachsene Personen, die ihre Reaktionen auf Verlust verstehen, deuten und ernst nehmen, Menschen, die für sie da sind und sie einfühlsam begleiten. Ziel des Seminars ist ein sicherer Umgang mit trauernden Kindern und Jugendlichen. Gemeinsam wird erarbeitet, was Kinder unterstützt, was ihnen Orientierung und Sicherheit gibt und wie sie konkret im Trauerprozess begleitet werden können.

Kursleiter*in: Marianne van Kempen, Diplom Soziologin, Supervisorin (DGSv), Theaterpädagogin
Zielgruppe: Fachkräfte in der pädagogischen und psychologischen Betreuungs- und Beratungsarbeit
Schwerpunkt:
  • Trauer und Trauerprozess
  • Komplizierte Trauerreaktionen
  • Trauer aus systemischer Sicht
  • Trauerbegleitung und Umgang mit Leid
  • Gesprächsführung
  • Trauerrituale
  • Mitfühlende und gleichzeitg professionelle Distanz
Teilnahmegebühr: 265,00 €
Kategorie: Methode, Trauma
Mai 2019

Ab 2020 ergeben sich durch das Bundesteilhabegesetz neue Voraussetzungen für die psychosoziale, sozialpsychiatrische und -pädagogische Arbeit: Klient*innen und Patient*innen werden zu Auftraggeber*innen, Mitarbeiter*innen sozialpsychiatrischer Dienste zu Dienstleister*innen. Die personenzentrierte Arbeit rückt damit noch stärker als bisher in den Vordergrund. Der Workshop stellt sich der Frage, wie dies die Beziehungsarbeit in ein anderes Licht rückt und wie ein konstruktiver Umgang mit dieser Veränderung gelingen kann. Der Prozess der Förderung der Selbstständigkeit von Menschen, die bereits längere Zeit im Hilfesystem begleitet wurden, steht im Vordergrund des Workshops. Ihn zu reflektieren und Handlungsmöglichkeiten zu erarbeiten, ist das Ziel.

Für die theoretische Fundierung der zu erarbeitenden Handlungsweisen werden folgende Modelle einbezogen: Salutogenese nach Aaron Antonovsky, Offener Dialog nach Volkmar Aderhold, Empowerment nach Andreas Knuf, Neurobiologie und Embodiment nach Gerald Hüther, Maja Storch

Kursleiter*in: Claudia Ehlert, Soziologin, M. A., Supervisorin (DGSv) und Fortbildnerin mit Schwerpunkt Psycho-Traumatologie/Trauma-Pädagogik  , Dr. phil. Susanne Ackers, Genesungsbegleiterin, EX-IN Zertifikat
Zielgruppe: Fachkräfte in der pädagogischen und psychologischen Betreuungs- und Beratungsarbeit
Schwerpunkt:
  • Förderung der Selbstständigkeit der Klienten
  • Entwicklungsmöglichkeiten entdecken
Teilnahmegebühr: 265,00 €
Kategorie: Psychische Erkrankung
Juni 2019

Es erfolgt ein kritischer Überblick über die Medikation mit Psychopharmaka als ein Baustein einer multimodalen Therapie im Kindes- und Jugendalter. Die Wirkweisen der drei große Gruppen Antidepressiva, Neuroleptika und Aufmerksamkeitsmedikamente wird besprochen. Die Auswirkungen einer Medikation als „Heilversprechen“ auf die Betroffenen, auf Familie und Helfer ist Thema. Nutzen und Nebenwirkungen, Absetzphänomene und Selbstwirksamkeitserfahrungen mit und ohne Medikation werden anhand von vielen Fallbeispielen zusammengefasst.

Kursleiter*in: Dr. med. Jörg Liesegang, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Leitung der Psychiatrischen Institutsambulanz des Ev. Krankenhaus KEH, Berlin
Zielgruppe: Alle Gesundheits- und Sozialberufe
Teilnahmegebühr: 135,00 €
Kategorie: Psychische Erkrankung
Juni 2019

Die Beratung und Behandlung von Migrant*innen stellt Professionelle vor die Herausforderung einer transkulturellen Beratungs- und Behandlungssituation.
Der Einsatz von Dolmetschern in Beratungsstellen, betreuten Wohneinrichtungen, in Psychotherapie und ärztlicher Behandlung und anderen Bereichen der psychosozialen Versorgung  ist Grundvorrausetzung für die Versorgung dieses Klientels.
Die  professionelle Sprachvermittlung  von Inhalten des klinischen und diagnostischen Gesprächs, bei der  Krisenintervention, in der sozialen Beratung u.a. ermöglicht erst die optimale Versorgung der Klienten.
Wie kann ein professionelles und funktionsfähiges Behandlungs- und Beratungssetting unter Einbeziehung von Sprachmittler*innen gestaltet werden, um eine optimale Versorgung der KlientInnen zu gewährleisten?
Welche kulturellen Aspekte wie unterschiedliche Kommunikationsstile und kulturell geprägter gesellschaftlicher Umgang miteinander bestimmen die Gesprächssituation?
Praktische Anleitungen sollen dieses spezielle Setting mit seinen Belastungen und Möglichkeiten erfahrbar machen und Methoden für ein gutes Gelingen vermitteln.
Die Referentin bezieht sich auf jahrelange Erfahrungen in Beratung und Therapie mit traumatisierten Flüchtlingen und wird in diesem Workshop praxisrelevante Aspekte in den Vordergrund stellen.

Kursleiter*in: Claudia Kruse, Diplom-Sozialpädagogin, Gestalttherapeutin    
Zielgruppe: Psychosoziale Fachkräfte
Schwerpunkt:
  • Verschiedenen Phasen des Dolmetschereinsatzes
  • Grundlagen und Regeln für den Einsatz von Dolmetscher*innen in Beratung und Behandlung
  • Fallstricke und Möglichkeiten der Gesprächstriade
  • Unterschiedlichen Rollen und Aufgaben der Gesprächsbeteiligten
  • Interkulturelle Aspekte
Teilnahmegebühr: 135,00 €
Kategorie: Interkulturelle Kompetenz
Juni 2019

Jugendliche und junge Erwachsene mit einer Borderline-Störung gelten in der Gruppenbetreuung als schwer integrierbar und anstrengend. Sie verletzen Regeln, sind krisenanfällig und äußerst wechselhaft. Häufig stoßen wir an unsere institutionellen und persönlichen Grenzen. Sie können in uns ein starkes Mitgefühl hervorrufen, aber genauso auch Angst, Ärger und Ratlosigkeit. Durch ihre sehr unterschiedlichen Anteile bringen sie uns Helfer*innen oft in Konflikte.
Wie können wir solche Klienten*innen halten und aushalten, und sie vielleicht sogar als positive Herausforderung begreifen? Was brauchen diese Menschen und was ist hilfreich im Umgang mit ihnen?
Ziel des Seminars soll sein, die Borderline-Störung besser zu verstehen, mögliche Ängste und Hemmschwellen abzubauen und Handlungsmöglichkeiten und Methoden vorzustellen.

Kursleiter*in: Eva Kohler, Diplom Pädagogin, Sozialtherapeutin, Leiterin TWG neuhland, Marco Saal, Diplom Sozialpädagoge
Zielgruppe: Mitarbeiter*innen aus (sozial-)psychiatrischen, pädagogischen und therapeutischen Einrichtungen für Jugendliche und junge Erwachsene, PsychotherapeutInnen sowie andere am Thema Interessierte
Schwerpunkt:
  • Diagnose Borderline- Persönlichkeitsstörung, Typische Symptome und Problemlagen, Umgang mit den eigenen Gefühlen als Helfer/in, Handlungsmöglichkeiten und praktisches Handwerkszeug, Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmern
Teilnahmegebühr: 135,00 €
Kategorie: Psychische Erkrankung
Juni 2019

„Lass `ne Gruppe machen“… Was früher eine von Pädagog*innen oder Therapeut*innen etwas nachlässig formulierte Aufforderung zur Zusammenkunft war, ist heute nicht selten die Anbahnung einer Vernetzung in sozialen Netzwerken. Es wird gelikt, verknüpft, gestupst und geblockt, zu jeder Tages- und Nachtzeit. Da ist sie, die so häufig beschworene permanente Verfügbarkeit von Kontakten, die zumindest in diesem Punkt den „analogen“ Kontakten überlegen scheint. Wie kann die Arbeit mit den einzelnen Jugendlichen und der Gruppe dennoch gelingen? Wie sehr müssen wir als Betreuer*innen und Therapeut*innen mit der Zeit gehen? Ist es okay, mit den betreuten Jugendlichen in einer WhatsApp Gruppe oder über Facebook befreundet zu sein und wenn ja: müssen das dann alle? Was geben wir von uns Preis und wollen wir wirklich all das über die Jugendlichen wissen, was wir so erfahren? Mit Blick auf die Psychodynamik von Gruppensituationen, insbesondere auf die im pädagogisch-therapeutischen Kontext, wollen wir uns diesen Fragen annähern und freuen uns auf den Erfahrungsaustausch.
Ganz ausdrücklich werden wir uns nicht mit der technischen Seite und den Feinheiten verschiedener Messenger-Dienste beschäftigen sondern weiterhin mit der „Gruppe im live-Kontakt“, den Schwierigkeiten und Möglichkeiten der unmittelbaren Begegnung der Jugendlichen untereinander und mit den Betreuer*innen/dem Team.

Kursleiter*in: Anke Rabe, Diplom Sozialpädagogin, psychoanalytisch-interaktionelle Gruppenpsychotherapeutin, Claus-Peter Rosemeier, Diplom Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Leiter der Koralle – therapeutische Wohngruppen im Pestalozzi-Fröbel-Haus Berlin
Zielgruppe: Soziapädagog*innen, Erzieher*innen, Therapeut*innen, Psychotherapeut*innen
Schwerpunkt:
  • Pädagogische und therapeutische Arbeit mit der Jugendlichengruppe
  • Psychoanalytisch-interaktionelle Gruppentherapie
  • Mentalisierungstheorie
  • Multiprofessionelle Teamarbeit
Kategorie: Gruppe
Juni 2019

Online-Aktivitäten durchdringen immer mehr unseren Alltag - nicht nur den von Jugendlichen! Online-Rollenspiele, soziale Netzwerke, Online-Glücksspiele, Streamen...um einige der am meisten benutzten süchtig machenden Anwendungen zu nennen. Viele Jugendliche finden damit nach exzessiven Phasen wieder einen ausgeglichenen Umgang. Aber einige schaffen es nicht, verlieren sich in der virtuellen Welt, ziehen sich immer mehr aus dem "real-Life" zurück und entwickeln eine Online-Sucht.
Woran erkennt man eine Online-Sucht? Wie kann man bereits im Jugendalter präventiv einwirken? Anhand von Erklärungsmodellen zur Entstehung einer Verhaltenssucht werden diese und weitere Fragen in dem Seminar behandelt und an Jugendliche angepasste Interventionen vorgestellt.

Kursleiter*in: Gordon Emons, Diplom Sozialarbeiter
Zielgruppe: Sozialpädagog*innen, Erzieher*innen, Psycholog*innen, Fachkräfte in der Jugendarbeit
Schwerpunkt:
  • Erklärungsmodell zur Entstehung und Aufrechterhaltung einer Verhaltenssucht
  • Suchtimmanente Faktoren
  • Interventionen bei Jugendlichen
  • Arbeit mit Angehörigen
Teilnahmegebühr: 135,00 €
Kategorie: Sucht
Juni 2019

Das Angebot richtet sich an professionelle Helfer*innen, die mit Borderline-Symptomatiken bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen konfrontiert sind. Der Schwerpunkt der praxisorientierten Fortbildung liegt auf der Psychodynamik, der Beziehungsgestaltung und dem Übertragungsgeschehen in der Arbeit mit dieser Klientel. Wie können diese jungen Menschen ausgehalten und gehalten werden? Wann zeigen sich Grenzen auf? Wie können Professionelle und Teams mit den manchmal extremen Belastungssituationen umgehen?

Kursleiter*in: Sigrid Meurer, Diplom Psychologin, psychologische Psychotherapeutin, systemische Familientherapeutin, Psychotraumatherapie, Beratungsstelle neuhland
Zielgruppe: Mitarbeiter*innen im ambulanten und stationären psychosozialen Bereich für Jugendliche und junge Erwachsene, Psychotherapeut*innen
Schwerpunkt:
  • Verständnis der Psychodynamik der Borderline-Symptomatik
  • Beziehungsgestaltung
  • Übertragungsgeschehen und Grenzen
  • Übertragungsgeschehen und Grenzen, Belastungssituationen bei den Professionellen Helfern
Teilnahmegebühr: 135,00 €
Kategorie: Psychische Erkrankung
August 2019

In dem Seminar wird grundsätzliches Wissen zu Krisen und möglicherweise auftretender Suizidalität im späten Kindes- und Jugendalter vermittelt . Die Anzeichen einer Krise zu erkennen und der Umgang mit Suizidgedanken und –äußerungen werden erarbeitet. Dabei ist es Ziel, die eigene professionelle Handlungsfähigkeit zu erhalten und passende Hilfsmöglichkeiten zur Verfügung zu haben.

Kursleiter*in: Sibylle Löschber, Diplom Psychologin, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, Beratungsstelle neuhland    
Zielgruppe: Lehrer*innen, Erzieher*innen, Sozialarbeiter*innen, Pädagog*innen,Psychotherapeut*innen, interessierte Fachleute
Schwerpunkt:
  • Umgang mit Suizidalität
  • Krisengespräch
Teilnahmegebühr: 135,00 €
Kategorie: Suizidgefährdung
August 2019

Wir werden verschiedene Angststörungen anhand von Fallbeispielen vorstellen. Zur Verdeutlichung der Entstehung und Aufrechterhaltung von Ängsten arbeiten wir mit Modellen, geben Einblick in die Genogrammarbeit und nutzen Aufstellungen mit Hilfe des Familienbretts. Außerdem werden wir systemische Fragetechniken erläutern. Ganz praktisch werden Entspannungs- und Imaginationsübungen vorgestellt und eingeübt. Ziel ist es, mögliche Beziehungsdynamiken und innere Konflikte hinter einer Angststörung zu reflektieren, die Funktion der Angst zu verstehen, Übungen zur Entspannung zu erproben und erste Lösungsideen zu entwickeln.

Kursleiter*in: Debora Goessmann, Diplom Pädagogin  , Kerstin Zabel-Strzyz, Diplom Sozialpädagogin, Systemische Supervisorin, Systemische Beraterin
Zielgruppe: Ärzt*innen, Psycholog*innen, Psychotherapeut*innen, Pädagog*innen, Sozialpädagog*innen, Erzieher*innen, Krankenpfleger*innen, die in Beratung und Betreuung tätig sind
Schwerpunkt:
  • Überblick über phobische Störungen nach dem ICD 10
  • Angstdynamik und Beziehungsmuster – Angst als Stabilisator der Familienstruktur?
  • Modell des psychischen Konflikts bei symptomatischen Ängsten aus der systemischen Therapie
Teilnahmegebühr: 135,00 €
Kategorie: Psychische Erkrankung
August 2019

Die Sprache der Kinder ist das Spiel. Sind sie voller Ängste, wenn ihre Spiellust reduziert wird. Sie erstarren immer mehr und gleiten in eine Depression ab. Oder aber sie wehren diese Angst ab und werden aggressiv. Kinder agieren ihre Depression anders aus als Jugendliche. In der Fachliteratur wird wenig auf diese Unterschiede eingegangen.
Wir wollen uns in diesem Seminar mit den Unterschieden von Ängsten und Depression bei Kindern und Jugendlichen beschäftigen, uns mit den kindlichen Entwicklungsphasen und deren Krisen auseinandersetzen und Handlungsschritte für schwierige Situationen erarbeiten.  

Kursleiter*in: Hilde Gött, Dipl. Soz. Päd., Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, Psychodramatrainerin, Supervisorin, Vorsitzende des Psychodrama Instituts für Europa e.V    
Zielgruppe: Sozialpädagog*innen, Erzieher*innen, Psycholog*innen, Berater*innen,Psychotherapeut*innen und andere soziale Berufe
Schwerpunkt:
  • Im Fokus steht die Beziehungsgestaltung der betroffenen Kindern und Jugendlichen zu uns Professionellen.
Teilnahmegebühr: 265,00 €
Kategorie: Psychische Erkrankung
August 2019

Die psychosoziale Arbeit stellt uns fast täglich vor neue Herausforderungen. Oft gelingt es uns durch Erfahrungen, Kompetenzen und Intuition Prozesse gelingend zu gestalten – trotzdem bleibt ein ungeklärter Rest, der Kräfte und manchmal auch Motivation raubt. Um im Sturm nicht unterzugehen wird in dieser Veranstaltung durch die Möglichkeit und Grundhaltung der Mediation ein erfolgreiches Konzept vermittelt. Dieses Seminar möchte befähigen, eigene emotionale Verstrickungen und Muster zu erkennen und für die Zusammenarbeit mit der Klientel einen Rettungsring gegen innere und äußere Ohnmacht und Hilflosigkeit auszuprobieren. 

Kursleiter*in: Hartwig Taege,  Dipl.-Kfm., Systemischer Coach (DGfC), Mediator (DAA), Nicole Marschner,  Dipl. Sozialpädagogin, Systemische Psychotherapeutin    
Zielgruppe: Sozialarbeiter*innen, Therapeut*innen, Psycholog*innen, weitere soziale Berufsgruppen
Schwerpunkt:
  • Gewonnenen Erkenntnisse eines Konflikts analysieren, strukturieren und aufarbeiten
  • Sein Gegenüber verstehen, ohne ihn bejahen zu müssen
  • Neue Handlungsoptionen ausprobieren
  • Raum für Selbstreflektion
Teilnahmegebühr: 265,00 €
Kategorie: Methode
August 2019

Durch Menschenhand verursachte Traumata wie Folter, Kriegserlebnisse, Haft und sexualisierte Gewalt hinterlassen meist lebenslange psychische Folgeschäden bei den Opfern. Viele der in Europa ankommenden Flüchtlinge sind davon betroffen und bedürfen einer spezialisierten Versorgung. Das Seminar vermittelt, wie eine traumareaktive Symptomatik erkannt werden kann und welchen Umgang ich als Sozialberufler*in in Krisensituationen mit den betroffenen Menschen finden kann. Wie beeinflussen die sozialen Rahmenbedingungen im Exil die Symptomatik und die Behandlung von Geflüchteten? Wie können soziale, psychotherapeutische und psychiatrische Hilfen sinnvoll miteinander verknüpft werden um adäquate Hilfen installieren zu können? Dies sind Fragen, die bearbeitet werden. Auch die Belastungen der Helfer*innen im Kontakt mit traumatisierten Klienten  und der Schutz vor Burnout und Sekundärtraumatisierung wird thematisiert.

Kursleiter*in: Claudia Kruse, Diplom-Sozialpädagogin, Gestalttherapeutin    
Zielgruppe: Sozialarbeiter*innen, Psycholog*innen, Ärzt*innen und andere professionelle Helfer*innen in der Versorgung von Flüchtlingen.
Schwerpunkt:
  • Der Workshop soll Wissen zur traumareaktiven Symptomatik und den interdisziplinären Hilfsmöglichkeiten unter Berücksichtigung von kulturspezifischen Aspekten vermitteln.
Teilnahmegebühr: 135,00 €
Kategorie: Interkulturelle Kompetenz, Trauma
August 2019

Wir erleben in den Einrichtungen immer wieder, dass sich sehr schwierige Situationen mit einzelnen Jugendlichen oder der Gruppe entwickeln, die die Mitarbeiter*innen an den Rand ihrer Möglichkeiten bringen. An Beispielen aus der konkreten pädagogischen Arbeit der Teilnehmer*innen wird diskutiert und verstehbar gemacht, welche Bedeutung der „haltgebende Rahmen“ und die Haltung der Mitarbeiter*innen/des Teams für die Bewältigung schwieriger Situationen in der Betreuung der Jugendlichen hat und wie man die pädagogisch-therapeutische Praxis konstruktiv weiterentwickeln kann. Mit Bezug auf theoretische Kontexte wird über die Zusammenhänge zwischen pädagogisch-therapeutischem Milieu, der Bedeutung von Übertragungen in der pädagogischen Arbeit und dem Zusammenwirken von Team und Jugendlichengruppe und jedem einzelnen Jugendlichen gearbeitet.

Kursleiter*in: Claus-Peter Rosemeier, Diplom Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Leiter der Koralle – therapeutische Wohngruppen im Pestalozzi-Fröbel-Haus Berlin
Zielgruppe: Pädagogische und therapeutische Mitarbeiter*innen aus Jugendhilfeeinrichtungen; Mitarbeiter*innen des Jugendamtes; Psychotherapeut*innen
Schwerpunkt:
  • Haltgebender Rahmen; pädagogisch-therapeutisches Milieu; Mentalisierungstheorie, Übertragungs-/Gegenübertragungsprozesse; pädagogischer Alltag in der Gruppe; Teamarbeit
Teilnahmegebühr: 135,00 €
Kategorie: Methode
September 2019

Verzerrungen und Störungen im Verhalten, Fühlen und Denken von Kindern und Jugendlichen haben ihren Ursprung in Störungen der Bindungsentwicklung. Bindungsstörungen sind die Folge früher Traumatisierungen, die zu Störungen der Entwicklung des Gehirns führen und im Jugend- oder Erwachsenenalter eine große Gefahr psychopathologischer Erkrankung darstellen.
Das Seminar soll Wissen über das Thema vermitteln und helfen, dies praxisnah im Umgang mit betroffenen Kindern und Jugendlichen umzusetzen.

Kursleiter*in: Jutta Rahlf- Riermeier, Diplom Sozialpädagogin, Gestalttherapeutin
Zielgruppe: Psychotherapeut*innen, Fachkräfte der Jugendhilfe aus allen Bereichen
Schwerpunkt:
  • Im Fokus steht die Beziehungsgestaltung der betroffenen Kindern und Jugendlichen zu uns Professionellen.
Teilnahmegebühr: 265,00 €
Kategorie: Psychische Erkrankung
September 2019

Aggressives Verhalten von Klienten, die eigentlich Unterstützung suchen, kommt im Beratungsalltag immer wieder vor - unterschwellig oder offen. Es reicht von geringschätzigen Gesten über deutlich abwehrende und abwertende Äußerungen bis hin zu tätlichen Angriffen. Solche destruktiven Anteile im Verhalten von Klienten verunsichern Mitarbeitende, belasten die Arbeitsbeziehung und erschweren es, eine ressourcenfördernde Arbeitshaltung beizubehalten. Gefühle von Scheitern und Frustration stellen sich insbesondere dann ein, wenn zuvor ein guter Verlauf bestand. Im Seminar geht es zunächst um die Vermittlung von Erklärungsansätzen aus der Trauma-Forschung zu Hintergründen und Funktionen von destruktiven Verhaltensweisen. Anschließend werden Möglichkeiten des Umgangs mit ihnen erarbeitet und erprobt: Wie werden destruktive Verhaltensweisen so besprechbar, dass sie immer weniger gezeigt werden müssen? Wie können Aggressionen - die der Klienten wie auch die eigenen – im Beratungsalltag konstruktiv genutzt werden? Ziel ist die Förderung von Sicherheit für Mitarbeitende wie für Klienten.

Kursleiter*in: Claudia Ehlert, Soziologin, M. A., Supervisorin (DGSv) und Fortbildnerin mit Schwerpunkt Psycho-Traumatologie/Trauma-Pädagogik  
Zielgruppe: Mitarbeitende von Sucht-, Familien-, Jugendhilfe sowie (Sozial-) Psychiatrie, Psychotherapeut*innen
Schwerpunkt:
  • Zugänge zum Thema Aggression
  • Kenntnisse aus der Trauma-Forschung zu Abspaltungsprozessen und destruktivem Verhalten / „Täter-loyale Anteile“
  • Wie kann Stabilisierung gelingen, wenn innere Anteile von Klientinnen diese ablehnen?
Teilnahmegebühr: 135,00 €
Kategorie: Aggression
September 2019

Tag 1:

Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) und andere Traumafolgestörungen bei Bürgerkriegsflüchtlingen und Folterüberlebenden: Immer mehr Menschen fliehen aus Bürgerkriegsländern zu uns. Sie sind durch das Erlebte besonders vulnerabel. Es wird davon ausgegangen, dass 40 – 70% aller Menschen, die von Menschenhand verursachte Gewalt erfahren haben oder Zeuge von Gewalt wurden, an einer  Traumafolgestörung erkranken. Diese zu erkennen und geeignete Umgangsformen für die Helfer*innen zu erlangen ist Ziel dieses workshops. Folgende Themen werden heraus gearbeitet:
Wie und bei wem entsteht eine PTBS?
Was sind die Symptome?
Welche Komorbiditäten gibt es?
Wie gehen wir mit Klient*Innen um, die unter Traumafolgestörungen leiden?
Welchen Einfluß hat diese Erkrankung auf  das soziale Netz und die Helfer*innen?
Gibt es Heilung?
Anhand von Fallbeispielen werden die o.g. Punkte besprochen und diskutiert.

Tag 2: Anhand von praktischen Fallbeispielen der Teilnehmenden oder der Trainerin wird die Reflexion eigener und fremder Wertesysteme, Verhaltensweisen, emotionaler Reaktionen angeregt. Ein wesentliches Lernziel in der interkulturellen Arbeit ist es, mit dem Bewusstsein für das eigene Wertesystem und die eigenen Kulturstandards die fremde Kultur mit ihrem Ritualen, Symbolen, Übereinkünften, Verhaltensmustern und emotionalem Ausdruck erkennen und verstehen zu können. Dabei werden die interaktionellen Aspekte des Zusammentreffens verschiedener Kulturen fokussiert.


Kursleiter*in: Nora Balke, Psychologische Psychotherapeutin, MeG betreutes Wohnen gGmbH  
Zielgruppe: Psychosoziale Berufsgruppen, Psychotherapeut*innen
Schwerpunkt:
  • Tag 1: Diagnosen bei und Behandlung/Betreuung von Bürgerkriegsflüchtlingen und Migrant*innen unter Berücksichtigung kulturspezifischer Hintergründe
  • Tag 2: Sensibilisierung für interkulturelles Arbeiten
  • Verbesserung der beruflichen Handlungssicherheit in der Arbeit mit Klient*innen aus fremden Kulturkreisen
Teilnahmegebühr: 265,00 €
Kategorie: Interkulturelle Kompetenz, Trauma
September 2019

Wie können wir auf Anforderungen von außen reagieren, ohne den Kontakt zu verlieren und „auszusteigen“? Welche Strategien haben wir, wenn wir Grenzüberschreitungen erleben, oder uns überfordert fühlen? Grenzen zu setzen hat nicht nur etwas mit „Nein“ sagen zu tun. Es bedarf eines inneren Raumes, aus dem heraus wir Bedürfnisse und Prioritäten wahrnehmen und kommunizieren können. Was unterstützt uns, in diesem Raum präsent zu sein? Wie können wir Grenzen setzen und zugleich im Kontakt bleiben mit dem, was uns begegnet?

Kursleiter*in: Birgit Hinsching, Dipl. Sozialpädagogin, Supervisorin DGSv l
Zielgruppe: Interessierte aus sozialen Berufsfeldern
Schwerpunkt:
  • Konzepte zu Kontakt und Grenzen, Abwehrstrategien, Präsenz und Gewahrsein
Teilnahmegebühr: 135,00 €
Kategorie: Selbstmanagement
September 2019

Stark geschminkt, enge Klamotten, zu tiefer Ausschnitt! Mädchen, die mit allen Mitteln auffallen (wollen), die mit ihrem Äußeren, mit ihrem Auftritt anecken und Aufmerksamkeit erregen. Eltern, soziales Umfeld und bisweilen auch das Hilfesystem sind oft hilflos und empört. In einer Gemengelage aus Schamgefühlen und Wut, Trauer und der Überzeugung, im Grunde nichts wert zu sein, scheint für die betreffenden Mädchen das vertraute Muster, sich hinter einem provokanten Auftreten zu verstecken und scheinbar Macht über Sexualität ausüben zu können, vordergründig ein Gefühl der Sicherheit und Stabilisierung zu vermitteln. Selten beeinflusst ein Verhalten von Jugendlichen so sehr das professionelle Handeln der Akteure des Hilfesystems wie diese Symptomatik. Männliche Helfer werden dabei extrem mit ihren eigenen Werten und Normen und mit ihrem eigenen Blick auf Sexualität konfrontiert. Wie männliche Fachkräfte dieser Situation mit einer klaren pädagogisch-professionellen Haltung begegnen können, soll in der Fortbildung vor dem Hintergrund der jeweiligen geschlechtsspezifischen Anforderungen erarbeitet werden. Wir wollen gemeinsam mit Ihnen nach Ursachen für sexualisiertes Auftreten von Mädchen suchen, über dessen Folgen auf unterschiedlichen Ebenen diskutieren und angemessene, für jeden umsetzbare Interventionsmöglichkeiten erarbeiten.

Kursleiter*in: Dorothea Zimmermann, Psychologische Kinder- und Jugendlichentherapeutin, Traumatherapeutin, Supervisorin, Mädchennotdienst Wildwasser e.V., Sebastian Moritz, Diplom Sozialpädagoge, Supervisor, Systemischer Therapeut
Zielgruppe: Sozialarbeiter*innen, Erzieher*innen und weitere interessierte Berufsgruppen
Teilnahmegebühr: 135,00 €
Kategorie: Methode, Selbstmanagement
September 2019
19.09.2019 - 20.09.2019

Sekundärtraumatisierung

Nach Expertenmeinung leiden professionelle Helfer*innen häufig an Traumata, ohne die zu Grunde liegenden Ereignisse selbst erlebt zu haben. Sie können von Gefühlen, die in der Begegnung mit traumatisierten Menschen ausgelöst werden, geradezu überwältigt sein. In der Resonanz hat das Trauma „ansteckende“ Wirkung und löst Belastungen aus, die als Sekundärtraumatisierung bezeichnet werden. Symptome einer sekundären Traumatisierung können ähnlich einer primären Traumatisierung sein: Diese sind u.a.: Gefühle von Erschöpfung, Müdigkeit, Zweifel am Sinn der Arbeit, Schlafstörungen, Reizbarkeit, sich taub fühlen und keine Freude mehr empfinden. Ziel des Seminars: Wahrnehmen und Erkennen von Traumatisierungen und Erproben von Techniken zur Bewältigung und Prävention von Sekundärtraumatisierung. Ausgehend von den Erfahrungen der Teilnehmer*innen wird die eigene praktische Psychohygiene im Mittelpunkt stehen.

Kursleiter*in: Marianne van Kempen, Diplom Soziologin, Supervisorin (DGSv), Theaterpädagogin
Zielgruppe: Fachkräfte in der pädagogischen und psychologischen Betreuungs- und Beratungsarbeit
Schwerpunkt:
  • Wahrnehmen und Erkennen von Traumatisierungen
  • Erproben von Techniken zur Bewältigung und Prävention von Sekundärtraumatisierung
  • Ausgehend von den Erfahrungen der Teilnehmer*innen wird die eigene praktische Psychohygiene im Mittelpunkt stehen
Teilnahmegebühr: 265,00 €
Kategorie: Trauma
September 2019

Das Seminar vermittelt grundsätzliches Wissen über Krisenintervention und den Umgang mit suizidalen Menschen in psychosozialen Arbeitsfeldern. Insbesondere hat es zum Ziel, die Teilnehmenden in Ihrer Einschätzung von Suizidalität zu stärken und ihre Handlungskompetenz für den Umgang mit suizidalen Menschen zu erweitern. Themenschwerpunkte sind das Einschätzen der aktuellen Suizidalität, das Verständnis verschiedener Formen von Krisen und Suizidalität und die Grundprinzipien des Umgangs mit Menschen in Krisen und suizidalen Menschen.

Kursleiter*in: Dr. med. Ulrike Wegner, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie,  Arche München
Zielgruppe: Fachkräfte in psychosozialen und gesundheitlichen Arbeitsgebieten
Schwerpunkt:
  • Einschätzen von Suizidalität
  • Formen von Krisen und Suizidalität
  • Grundprinzipien des Umgangs mit Menschen in Krisen und suizidalen Menschen
Teilnahmegebühr: 135,00 €
Kategorie: Suizidgefährdung
Oktober 2019

Situationen, die uns herausfordern, an die Grenzen unseres pädagogischen Handlungsrepertoires bringen, gibt es viele in der pädagogischen Arbeit mit Jungen.
Um konkretes Verhalten von Jungen zu verstehen hilft es sich klar zu machen, dass Männlichkeit sie mit einem Set an Anforderungen konfrontiert, zu denen sie sich verhalten müssen, z.B.die Erwartung, souverän zu sein.
Viele dieser Anforderungen stehen im Widerspruch zu Erwartungen, die ihnen in sonstigen Feldern ihres Alltags begegnen – ob Elternhaus, Schule, Ausbildung oder pädagogische Einrichtungen.
Im ersten Teil des Tages wird das Konzept der  „Männlichkeitsanforderungen“ und ein kurzer Überblick auf aktuelle Resultate der Jungenforschung und deren pädagogische Implikationen vorgestellt werden.
Im zweiten Teil werden wir an konkreten Praxisfällen arbeiten.

Kursleiter*in: Michael Hackert, Diplom Pädagoge, Systemischer Berater, Dissens e.V.  
Zielgruppe: Soziale Berufsgruppen, die mit Jungen arbeiten, Psychotherapeut*innen
Schwerpunkt:
  • Herausforderndes Jungenverhalten: ADHS
  • Aggression
  • Marginalisierte Männlichkeit
Teilnahmegebühr: 135,00 €
Kategorie: Jungen-/Männerarbeit
Oktober 2019

Suizidandrohungen -in offener oder versteckter Form- und Selbstverletzungen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen können bei Helfer*innen heftige Gefühle der Besorgnis und Angst um die Betroffenen auslösen, sie unter starken Handlungsdruck setzen oder hilflos und wütend machen. Eine einzelne „suizidale Krise“ bei jungen Menschen kann, wenn sie nicht richtig verstanden und beantwortet wird, zu immer wiederkehrendem suizidalen Verhalten führen. Was ist hilfreich und notwendig im Umgang mit solchen Jugendlichen und jungen Erwachsenen? Wie können Helfer*innen schwierige Situationen richtig einschätzen und dabei auf sich selbst achten, um hilfreiche Krisenbegleiter*innen zu sein? Ziel des Seminars soll sein, in die Problematik Suizidgefährdung einzuführen, mögliche Ängste und Hemmschwellen abzubauen und Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Kursleiter*in: Eva Kohler, Diplom Pädagogin, Sozialtherapeutin, Leiterin TWG neuhland, Marco Saal, Diplom Sozialpädagoge
Zielgruppe: Mitarbeiter*innen aus (sozial-)psychiatrischen, pädagogischen und therapeutischen Einrichtungen für Jugendliche und junge Erwachsene, Psychotherapeut*innen sowie andere am Thema Interessierte
Schwerpunkt:
  • Erklärungsansätze/Hintergründe f. Suizidalität
  • Signale und Anzeichen für Suizidgefährdung
  • Umgang mit den eigenen Gefühlen als Helfer*in
  • Handlungsmöglichkeiten und praktisches Handwerkszeug im Umgang mit Suizidalität
Teilnahmegebühr: 135,00 €
Kategorie: Suizidgefährdung
Oktober 2019

Die zwei Fortbildungstage verbinden die Themen Trauma und Sucht miteinander. Am ersten Tag geht es vor allem um folgende Fragen: Was ist ein Trauma? Welche Auswirkungen haben traumatische Erlebnisse auf das Gehirn? An Fallbeispielen werden Traumafolgestörungen und deren Umgang damit veranschaulicht.

Am zweiten Tag wird süchtiges Verhalten als eine Traumafolgestörung näher betrachtet; wir stellen ein Modell zur Erklärung von Sucht aus der systemischen Therapie vor und betrachten Sucht unter dem Blickwinckel einer Überlebensstrategie der Betroffenen.

Ganz praktisch werden wir Ihnen Stabilisierungstechniken wie Imaginations-, Achtsamkeits- und Atemübungen vorstellen, mit denen wir gute Erfahrung mit Klient*innen gemacht haben

Kursleiter*in: Debora Goessmann, Diplom Pädagogin  , Kerstin Zabel-Strzyz, Diplom Sozialpädagogin, Systemische Supervisorin, Systemische Beraterin
Zielgruppe: Sozialpädagog_innen, Erzieher_innen, Lehrer_innen, Therapeut_innen u.ä. Berufsgruppen, die aus der Jugendarbeit, der Suchtarbeit, der therapeutischen und psychosozialen Arbeit kommen
Schwerpunkt:
  • Entstehung von Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS)
  • Sucht als eine erstaunliche Überlebensstrategie
  • Stabilisierungstechniken
  • eigene Haltung im Umgang mit traumatisierten Menschen
Teilnahmegebühr: 265,00 €
Kategorie: Sucht, Trauma
November 2019

Noch immer ist es in unserer Gesellschaft schwerer über seelische Behinderungen als über körperliche Behinderungen zu sprechen. Die aus einer psychischen Störung resultierenden Einschränkungen der Teilhabe sind oft uneindeutiger und schwankender als es die möglichen Einschränkungen einer Behinderung wie beispielsweise Blindheit sind. Angenommene Konzepte wie Motivation, Faulheit, Gruppenunfähigkeit, Verhaltensauffälligkeit, Verantwortungslosigkeit, Frustrationsintoleranz, negatives Selbstbild, Belohnungssystem, Unberechenbarkeit, Wollen und Können erschweren die Zusammenarbeit in allen unterstützenden Systemen. Thema im Seminar ist es, die seelischen Einschränkungen über Funktionskonzepte der Psychiatrie zu beschreiben und verständlicher zu machen, mit dem Ziel den Weg zurück zur psychischen Gesundheit durch Teilhabegewährleistung zu erleichtern.

Kursleiter*in: Dr. med. Jörg Liesegang, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Leitung der Psychiatrischen Institutsambulanz des Ev. Krankenhaus KEH, Berlin
Zielgruppe: Psychsosoziale und medizinische Fachkräfte, Psychotherapeut*innen
Teilnahmegebühr: 135,00 €
Kategorie: Psychische Erkrankung
November 2019

Längst ist inzwischen klar, dass Selbstverletzendes Verhalten für die meisten Patient*innen eine Form der Selbstfürsorge, der Stress-Regulation ist. Darüber hinaus zeigen aber sehr viele Menschen mit erheblichen Problemen eine ausgeprägte Tendenz, sich selbst zu schädigen, sich das Leben unverständlich schwer zu machen und eine therapeutische Arbeit zur Förderung der Selbstfürsorge geradezu als Bedrohung zu erleben und zu bekämpfen. Im Seminar wird dieses Verhalten versucht zu verstehen, und es werden verschiedene Behandlungsansätze vermittelt. Selbstverletzendes Verhalten, Selbst-Feindlichkeit, Täterintrojekte bei komplexen Trauma-Folgestörungen, Arbeit mit Täter-Introjekten: Imaginatives Vorgehen, sokratisches Fragen, systemisches Verständnis.

Kursleiter*in: Prof. Dr. med. Ulrich Sachsse, Prof. Dr. med.,  Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Universität Kassel, Autor diverser Sachbücher
Zielgruppe: Psycholog*innen, Ärzt*innen, Sozialpädagog*innen,Psychotherapeut*innen
Schwerpunkt:
  • Selbstverletzendes Verhalten
  • Selbst-Feindlichkeit
  • Täter-Introjekte bei komplexen Trauma-Folgestörungen
  • Arbeit mit Täter-Introjekten: Imaginatives Vorgehen, sokratisches Fragen, systemisches Verständnis
Teilnahmegebühr: 135,00 €
Kategorie: Psychische Erkrankung, Trauma
November 2019

Die unreifen Formen der Aggression, die dazu führen, sich selbst oder andere psychisch und/oder körperlich zu verletzen, haben ihren häufigsten Ursprung in einer Störung der frühen Selbstregulationsentwicklung innerhalb des entwicklungspsychologischen Aufbaus von Bindung. Unsichere und traumatische Bindungsprozesse beinträchtigen die Kontaktfähigkeit und das Selbstempfinden des Kindes. Emotionale Regulation und Bindungserfahrungen bedürfen einer Nachreifung, deren Grundlagen in diesem Seminar erfahren werden. Dies ist die Basis um den emotionalen Kreislauf der eskalierenden Aggression zu verstehen und geeignete vorbeugende und gegenwärtige Interventionen anzuwenden. Teil dieser Intervention ist die eigene Haltung in Bezug auf Klient*innen und sich selbst, die Bindungskommunikation und die Vermeidung sekundärer Frustrationen. Ziel dieser Interventionen ist auch die Entlastung der Helfer*innen, indem sie durch "Selbstanbindung" die eigenen Alarmgefühle minimieren und kontrollieren können.

Kursleiter*in: Jutta Rahlf- Riermeier, Diplom Sozialpädagogin, Gestalttherapeutin
Zielgruppe: SozialpädagogInnen, PsychologInnen, PsychotherapeutInnen, ErzieherInnen, LehrerInnen, und andere beratende Berufsgruppen
Schwerpunkt:
  • Kinder und Jugendliche mit ihren Aggressionen verstehen.
  • Der biologische und psychologische Sinn von Aggression. Wem dient sie und wodurch wird sie ausgelöst?
  • Aggression die keiner versteht braucht "Aggressions-Flüsterer".
  • "Bindungs- Intervention" und "Bindungs- Kommunikation" werden erfahren und angewendet.
Teilnahmegebühr: 265,00 €
Kategorie: Aggression
November 2019

Die teilnehmenden Führungskräfte erwerben die nötigen Kompetenzen, um positive und konstruktive zwischenmenschliche Beziehungen zu gestalten und eine vertrauensvolle Gesprächsatmosphäre aufzubauen. Sie lernen, Unstimmigkeiten innerhalb des Teams effektiv zu klären und Konfliktgespräche so zu führen, dass tragfähige Lösungen für alle Beteiligten gefunden werden können und somit die Zusammenarbeit gestärkt wird. Weiterhin bietet das Seminar Gelegenheit zu lernen, wie ein metakommunikatives Gesprächsklima im eigenen Verantwortungsbereich etabliert werden kann, in welchem dann offen über alle Fragen der Zusammenarbeit und Störungen, Konflikte, Unzufriedenheiten, Regelungsbedarf etc. gesprochen und klare Absprachen getroffen werden können. Für die effektive Umsetzung dieser Lernziele wird im Seminar das notwendige Handwerkszeug vermittelt.

Kursleiter*in: Susann Hildebrandt, Diplom Psychologin, Iris S. Röder, Diplom Psychologin
Zielgruppe: SozialpädagogInnen, PsychologInnen, PsychotherapeutInnen, ErzieherInnen, LehrerInnen, und andere beratende Berufsgruppen
Schwerpunkt:
  • Konfliktentstehung und - verläufe sowie Maßnahmen der Deeskalation
  • Konfliktklärungsgespräche führen
  • Kennenlernen von Methoden und Gesprächstechniken
  • Konfliktprävention
  • Diskussion, Erfahrungsaustausch, Einbringen eigener Fälle
Teilnahmegebühr: 265,00 €
Kategorie: Gruppe, Methode
November 2019

Die Arbeit mit Symbolen kann als unterstützende Methode in der Einzelberatung und in der Arbeit mit Gruppen angewendet werden. Sie ermöglicht einen Zugang zu nicht oder nur schwer erklärbaren Problemen und Zusammenhängen, Familien und Gruppenstrukturen und bietet einen Weg, nicht direkt verbalisierbare Inhalte im Prozess zu erarbeiten und sichtbar zu machen. Bilder und Gegenstände werden mit Gefühlen verbunden und werden dadurch zu Symbolen. Mit Hilfe von Gegenständen (Steinen, Münzen, Kunstdarstellungen, Fotografien und anderen Dingen) wird ein tieferer Zugang zu Gefühlen jenseits der sprachlichen Ebene möglich.

Kursleiter*in: Karin Vogel, Diplom Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin
Zielgruppe: Fachkräfte aus den Bereichen Jugendhilfe, Gesundheit, Bildung und Justiz
Schwerpunkt:
  • Exemplarisch werden mit einzelnen Teilnehmer*innen ausgewählte Themen bearbeitet.
Teilnahmegebühr: 135,00 €
Kategorie: Methode
November 2019

1.Tag: Leidet ein Elternteil unter einer unbehandelten Borderline-Störung, bedeutet dies für das Kind ein erhöhtes Risiko, selber psychisch zu erkranken. Mütter mit einer BPS (Borderline Persönlichkeitsstörung) bringen sich selbst und andere leicht an Grenzen. Es kommt häufig zu Überforderungs- und Versagensgefühlen bei Klient*innen und Professionellen. Das Kindeswohl nicht aus dem Blickfeld rücken zu lassen ist ebenfalls für alle Beteiligten eine große Herausforderung. Am ersten Tag dieser Fortbildung sollen Grundwissen über die Erkrankung und ihre Auswirkung auf das Kindeswohl sowie praxisnahe Anregungen und Strategien vermittelt werden.

2.Tag: Es wird ein Einblick in die Gruppenarbeit mit Müttern mit Borderline-Störung geboten. Ausgehend von den Erfahrungen aus der praktischen Arbeit mit BPS-Müttern entwickelten Therapeutinnen und Wissenschaftlerinnen ein Trainingsprogramm. Das Training integriert Ansätze aus der DBT und Elterntraining und soll hier vorgestellt werden. Exemplarisch werden einige Teile des Trainings durchgeführt, um therapeutisch wirksame Didaktik und Haltung zu vermitteln.

Kursleiter*in: Claudia Kertzscher, Diplomsozialpädagogin, Johanna Gabriel, Diplom Psychologin
Zielgruppe: Sozialpädagog*innen, Psycholog*innen, Ärzt*innen, Psychotherapeut*innen, Erzieher*innen und andere therapeutisch und beraterisch tätige Berufsgruppen an der Schnittstelle zwischen Jugend- und Erwachsenenhilfe
Schwerpunkt:
  • 1. Tag: Vermittlung von Hintergrundwissen, hilfreichen Grundprinzipien und Strategien für die praktische Arbeit mit Müttern kleiner Kinder, die unter einer Borderlinestörung leiden. Ziel ist es, wirksame Unterstützung für Mutter und Kind bereitzustellen, die eigene Haltung zu reflektieren, Ressourcen zu fördern und Grenzen zu erkennen.
  • 2. Tag: Vorstellung eines spezialisierten Gruppentrainings für Borderline-Mütter und Kinder. Einblick in die Struktur und Hintergründe des Trainings und die angestrebte therapeutisch wirksame Haltung der Trainer*innen. Ziel ist es, ein praktisches Anwendungsbeispiel zu geben und einen Anreiz zu schaffen, das Training ebenfalls einzusetzen.
Teilnahmegebühr: 265,00 €
Kategorie: Methode, Psychische Erkrankung
November 2019

Essen oder Nicht-Essen…Psychogene Essstörungen als Bewältigungsstrategie.
Ein frühzeitiges Erkennen einer Essstörung erhöht die Chance auf Heilung, vorausgesetzt, dass eine Behandlung von Betroffenen angenommen wird. Ein sensibler aber auch konfrontativer Umgang mit Betroffenen ist unumgänglich. Die Fortbildung gibt u.a. Einblicke in Denk- und Reaktionsmuster von Betroffenen und zeigt Fallen und Chancen im Umgang mit ihnen auf.

Kursleiter*in: Sylvia Baeck, Mitbegründerin von Dick und Dünn, Buchautorin    
Zielgruppe: Mitarbeiter*innen von stationären Einrichtungen, interessierte Fachleute, Psychotherapeut*innen
Schwerpunkt:
  • Hintergründe, verschiedene Phasen, Erkennungsmerkmale und Behandlung von psychogenen Essstörungen. Umgang mit Betroffenen und Angehörigen.
  • 1.Tag Basisinformationen über Ursachen, Entstehungsverläufe, d.h. Früherkennung, Symptomatik, Folgen und Behandlung von Psychogenen Essstörungen
  • 2.Tag: Umgang mit Betroffenen und Angehörigen. Chancen und Fallen in Gesprächssituationen unter Einbezug von Fallbeispielen.
Teilnahmegebühr: 265,00 €
Kategorie: Psychische Erkrankung
November 2019

Kreative Methoden können Prozesse beleben und Interaktionen erleichtern, körperlich und geistig in Bewegung bringen und entspannen. Ziel dieses Seminars ist es, das eigene Handlungsrepertoire zu erweitern, Kreativität und Flexibilität zu erhöhen, um die pädagogische Arbeit mit Klient*innen wirksamer und nachhaltiger werden zu lassen. Das Seminar hat Werkstattcharakter. Gemeinsam werden die verschiedenen Techniken erlebbar gemacht und auf ihre Wirksamkeit und Einsatzmöglichkeiten für die psychosoziale und pädagogische Beratung erprobt. Inhalte sind: Bewegungsübungen, Selbstregulationsübungen, Elemente aus dem pädagogischen Psychodrama, Arbeit mit Symbolen, Visualisierungstechniken.

Kursleiter*in: Marianne van Kempen, Diplom Soziologin, Supervisorin (DGSv), Theaterpädagogin
Zielgruppe: Mitarbeiter*innen in psychosozialer und pädagogischer Beratung
Schwerpunkt:
  • Erprobung verschiedener Techniken im Werkstattcharakter
Teilnahmegebühr: 135,00 €
Kategorie: Methode
November 2019

In Arbeitskontexten psychosozialer Felder kommt es nicht nur bei Klient*innen, sondern auch bei Mitarbeitenden immer wieder zum Erleben von Ohnmacht, krisenhaftem Erleben oder dem Erleben von Scheitern. Im Seminar wird mittels systemischer Aufstellungen konkret zu Themen- oder Fall-spezifischen Anliegen rund um diese Themenfelder gearbeitet.
Falleinbringende und Stellvertretende können somit Einblicke gewinnen, die sich von ihrem Alltagserleben unterscheiden. Diese werden wenn möglich im Laufe des Seminars soweit strukturiert und aufbereitet, dass die gewonnenen Erkenntnisse wieder von den Teilnehmenden in die Praxis eingebracht werden können.
Wir arbeiten u.a. mittels Identifizierung spezifischer Anteile oder Glaubenssätze von Klient*innen und von Mitarbeitenden. Diese sowie deren Aus- bzw. Wechsel-Wirkungen im System werden mittels spezifischer Aufstellungsformate sichtbar gemacht:
So kann z.B. dargestellt werden, wie sich der destruktive Anteil eines Klienten auf den Mitarbeitenden oder ein Team auswirkt, oder aber welche Funktion „Krise“ im Klienten-System hat.
Wir stellen auch die im Kontext einer Arbeitsbeziehung entstandenen Impulse oder Emotionen von Mitarbeitenden, wie etwa "Wut", oder "Kontrolle-haben-wollen" in den Raum, und sehen, ob und ggf. wie diese integriert oder transformiert werden können.
Das Seminar ist offen für alle, die Interesse haben, sich mittels praktischer Arbeit dem Seminarthema zu nähern. Bereitschaft zur Reflexion des eigenen professionellen Handelns ist bei dieser Arbeitsform hilfreich, ebenso wie die Bereitschaft, eigene Themen und Anliegen einzubringen. Die Aufstellungsformate werden den Anliegen entsprechend gewählt, so dass die Personen, die Themen einbringen, geschützt sind, nicht mehr von sich zu zeigen, als es für sie im Rahmen dieses Seminares passend ist.

Kursleiter*in: Claudia Ehlert, Soziologin, M. A., Supervisorin (DGSv) und Fortbildnerin mit Schwerpunkt Psycho-Traumatologie/Trauma-Pädagogik  
Zielgruppe: Mitarbeitende in der Jugendhilfe und der (Sozial-)Psychiatrie, Psycholog*innen, Psychotherapeut*innen
Schwerpunkt:
  • Reflexion des eigenen professionellen Handelns im Umgang mit Krisensituationen
Teilnahmegebühr: 135,00 €
Kategorie: Methode
Seiten: