Menschen in suizidalen Krisen begegnen uns Fachkräften in der psychiatrischen und psychosozialen Arbeit regelmäßig. Diese Situationen sind oft emotional herausfordernd und können auch bei erfahrenen Profis Gefühle von Unsicherheit, Angst oder Hilflosigkeit auslösen. Wie und was darf ich fragen? Wie schätze ich die aktuelle Gefährdung ein? Wie kann ich für die Betroffenen ein hilfreiches Gegenüber sein? Auch die Frage der professionellen Verantwortung erfasst uns in der Begegnung mit suizidalen Klient*innen ganz direkt. Die Fortbildung bietet eine fundierte und praxisorientierte Auseinandersetzung mit der professionellen Begleitung suizidaler Menschen. Ziel ist es, Handlungssicherheit zu gewinnen und die eigene fachliche Kompetenz im Umgang mit suizidalen Krisen zu stärken.
Inhalte der Fortbildung: • Erkennen möglicher Warnsignale suizidaler Krisen • Gesprächsführung und das Erfragen suizidaler Gedanken – mit praktischen Übungen im Rollenspiel • Aspekte der Gefährdungseinschätzung anhand von Fallbeispielen • Rechtliche Rahmenbedingungen und professionelle Verantwortung • Entwicklung hilfreicher Strategien im Umgang mit suizidalen Menschen im eigenen Arbeitsfeld • Aspekte der Beziehungsgestaltung und Bedeutung der professionellen Haltung
Die Fortbildung folgt einem strukturierten, suizidpräventiven Ansatz. Sie verbindet theoretisches Wissen mit konkreten Handlungsmöglichkeiten und schafft Raum für Reflexion und Austausch.
Kursleiter*in:
Dr. med. Ulrike Wegner, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Arche München
Zielgruppe:
Fachkräfte in psychosozialen und gesundheitlichen Arbeitsgebieten, Psychotherapeut*innen
Schwerpunkt:
Einschätzen von Suizidalität
Formen von Krisen und Suizidalität
Strategien im Umgang mit Menschen in Krisen und suizidalen Menschen