„Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“, „Sich um Kopf und Kragen reden“, „Sprechenden Menschen kann geholfen werden“… eine Reihe geflügelter Worte rankt sich um dieses Thema. Sie bilden einen doch eher ambivalenten Blick auf das gesprochene Wort ab. Wie lässt sich das richtige Maß finden, was braucht es, um sich angemessen mitteilen zu können?
In Gruppen kommen verschiedene Wirkfaktoren hinzu, die Redeanteile bestimmen und eine ganz eigene Kraft entwickeln können: In einem Mehrpersonensetting treffen Menschen aufeinander, die auf der Grundlage der eigenen Erfahrungen in Beziehungen und Kommunikation handeln. Das unausgesprochene Ziel der Gruppe ist es, die Situation, in die sie nun alle zusammen geraten sind, möglichst gut gemeinsam zu bewältigen. Dafür werden Rollen zugewiesen, Allianzen geschmiedet, geredet und geschwiegen. Wie gelingt es, das Erleben jedes/r Einzelnen ebenso im Blick zu behalten wie die sich entwickelnde Gruppendynamik und -bestenfalls- Entwicklung zu ermöglichen?
Inhalt der Fortbildung:
Achtsamkeit im Miteinander Selektive Authentizität vs. Abstinenz Schweigen aushalten und verstehen Bedeutung von Intimität und Öffentlichkeit in Gruppensituationen Gruppendynamik verstehen, Gruppenprozesse erkennen und nutzen Rahmung der Gruppe
Kursleiter*in:
Anke Rabe, Diplom Sozialpädagogin, psychoanalytisch-interaktionelle Gruppenpsychotherapeutin
Zielgruppe:
Psychosoziale Fachkräfte
Schwerpunkt:
Gruppendynamik verstehen, Gruppenprozesse erkennen und nutzen
Bedeutung von Intimität und Öffentlichkeit in Gruppensituationen