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Oktober 2026

Es gibt 8 Veranstaltungen im Oktober 2026
Oktober 2026

„Alle Kinder mit ADHS sind hyperaktiv“, „ADHS haben nur Jungs“, „ADHS ist nur eine Ausrede“ oder „ADHS gibt es gar nicht“. Die Liste der Mythen ist lang. Kaum einer anderen psychischen Störung wird mit so vielen Vorurteilen begegnet wie der ADHS. Doch Vorurteile und Mythen entstehen meist dort, wo es an Wissen fehlt. Besonders in sozialen Berufen sollte diese Wissenslücke jedoch geschlossen werden, da diese einen wesentlichen Beitrag zur Behandlung einer ADHS liefern können. Dieser Workshop soll nicht nur den gängigsten Mythen auf den Grund gehen, sondern soll vor allem einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Aspekte der ADHS im Kindesalter und den Umgang damit liefern.

Lerninhalte:
• Symptomatik & Ausprägungsformen
• Besonderheiten im Kindes-& Jugendalter
• Ursachen & Entstehung
• Behandlungsmethoden & Interventionsmöglichkeiten
• Fallarbeit

Kursleiter*in: Lisa Reinshagen, M.Sc. Psychologin, approbierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin
Zielgruppe: Psychosoziale Fachkräfte
Schwerpunkt:
  • Symptomatik & Ausprägungsformen
  • Besonderheiten im Kindes-& Jugendalter
  • Ursachen & Entstehung
  • Behandlungsmethoden & Interventionsmöglichkeiten
  • Fallarbeit
Preise:
  • Teilnahmegebühr: 225,00 €
  • Ermäßigt: 202,00 €
Kategorie: Psychische Erkrankung

Krisen haben viele Gesichter und insbesondere bei jungen Menschen oft eine hohe Dynamik. Manchmal spitzen sie sich bis zur Suizidalität hin zu. In dieser Fortbildung wird vermittelt, wie sich Krisen möglichst frühzeitig erkennen lassen und wie ein zielführender Umgang damit gelingen kann. Schwerpunkte liegen dabei auf der Einschätzung von Suizidalität sowie der Kontaktgestaltung mit suizidgefährdeten Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Es wird Raum zur Reflexion eigener Reaktionen und Handlungsimpulse gegeben sowie Anregungen zur selbstfürsorglichen Gestaltung der Arbeit mit den Betroffenen.

Kursleiter*in: Fabian Wieneke, Psychologe M.Sc., Psychologischer Psychotherapeut, Beratungsstelle neuhland
Zielgruppe: Psychosoziale Fachkräfte
Schwerpunkt:
  • Erkennen und Einordnen von Krisen
  • Einschätzen von Suizidalität
  • Kontaktgestaltung bei Suizidgefährdung
  • Reflexion eigener Reaktionen und Handlungsimpulse
Preise:
  • Teilnahmegebühr: 195,00 €
  • Ermäßigt: 175,00 €
Kategorie: Suizidgefährdung, Trauma, Methode, Junge Erwachsene, Psychische Erkrankung

Diese Fortbildung ist Bestandteil der modularen Weiterbildung "Qualifizierung für die Jugendhilfe und junge Erwachsenenhilfe". Dieses Modul kann hier auch einzeln gebucht werden.

Immer wieder gehen Jugendliche in unseren Einrichtungen durch mehr oder weniger schwere Krisen. Manchmal sind diese auch begleitet von Gefühlen der Verzweiflung und des „nicht-mehr-weiter-Wissens“. Zur Begleitung der Jugendlichen ist es erforderlich, Inhalte und Methoden der Krisenintervention zur Verfügung zu haben. Auch die Einschätzung darüber, wie akut die Krisen sind und der sichere Umgang damit gehören zum notwendigen Handwerkszeug der Pädagog*innen. In diesem Modul sollen Kenntnisse vertieft und über Handlungsstrategien gearbeitet werden.
Ein weiteres wichtiges Thema sind die Androhung und mögliche Ausübung von Gewalt. Hier liegt der Fokus in der vorausschauenden Vermeidung von Eskalationen durch Deeskalationsstrategien. Welche Grundhaltungen sind hilfreich und was muss ich tun, um deeskalierend zu wirken und zu handeln? Welche Warnhinweise gibt es für Eskalationen? Wie kann ich rechtzeitig eingreifen? Diese und weitere Fragen begleiten uns an diesem Tag.

Kursleiter*in: Helmut Elle, Diplom Sozialpädagoge, Kinder- und ­Jugendlichenpsychotherapeut
Zielgruppe: Sozialpädagog*innen, Erzieher*innen oder ähnliche Berufe, Quereinsteigende in der psychosozialen Arbeit
Schwerpunkt:
  • Inhalte und Methoden der Krisenintervention
  • Einschätzung von akuten Krisen
  • Umgang mit Androhung und möglicher Ausübung von Gewalt
  • Deeskalationsstrategien
Preise:
  • Teilnahmegebühr: 195,00 €
  • Ermäßigt: 175,00 €
Kategorie: Modul Weiterbildung, Suizidgefährdung, Methode, Aggression, Psychische Erkrankung

trans* Personen sind Nutzer*innen von Jugendarbeit, Jugend- und Eingliederungshilfe. Ihre spezifischen Versorgungsbedürfnisse sind häufig noch nicht in den Hilfe- und Betreuungskontext „übersetzt“. Neben der Vermittlung der aktuellen psychosozialen, medizinischen und rechtlichen Lebens- und Versorgungssituation sollen praxisorientierte Anregungen für die beraterische und betreuende Arbeit gegeben werden. Vorhandene Betreuungsangebote und -konzepte können auf ihre Inklusivität von geschlechtlicher Vielfalt hin betrachtet werden und es werden Anregungen zur Weiterentwicklung gegeben. Die eigene Praxis im Versorgungssystem wird reflektiert und die professionelle Haltung gestärkt .

Gendernonkonforme, genderqueere und transgeschlechtliche Personen, kurz trans* Personen teilen in dieser Gesellschaft die Erfahrung, dass die Zuschreibungen, die aufgrund ihres Körpergeschlechts an sie gerichtet werden, nicht ihrem inneren Erleben und ihrer Geschlechtsidentität entsprechen. Da Geschlecht jedoch in dieser Gesellschaft eine hochrelevante Strukturkategorie darstellt, die in allen sozialen Beziehungen immer wieder angesprochen und mit Erwartungen ausgefüllt wird, stehen trans* Personen immer wieder vor erheblichen Herausforderungen wie Gewalt, Diskriminierungen, Nicht-Anerkennen und Nicht-Gesehen-Werden. Diese machen es notwendig, dass diese Personen ihren Lebensweg immer wieder auch gegen erhebliche Widerstände gehen und einen Umgang mit Barrieren erarbeiten müssen, was zu biografischen Belastungen führen kann und es notwendig macht, spezifische Ressourcen zu entwickeln.

Kursleiter*in: Mari Günther, systemische Therapeutin, Diplom Gemeindepädagogin, Bundesverband Trans* e.V. (BVT*)
Zielgruppe: Psychosoziale Fachkräfte, Psychotherapeut*innen
Schwerpunkt:
  • Vermittlung der aktuellen psychosozialen, medizinischen und rechtlichen Lebens- und Versorgungssituation
  • Anregungen für die beraterische und betreuende Arbeit
  • Auseinandersetzung mit der Vielfalt von Geschlechtern
  • Spezifika der Versorgung und Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien
  • Begegnung mit Vorannahmen über Geschlecht, geschlechtlicher Identität und Sexualität
Preise:
  • Teilnahmegebühr: 230,00 €
  • Ermäßigt: 207,00 €
Kategorie: Sexualität

Durch traumatische Einzelereignisse oder durch langfristig schädigende Bindungserfahrungen können regressive Schemata und Subjekt-Objekt-Konstellationen entstehen, die in Belastungssituationen der Gegenwart aktualisiert werden und den Gegenwartsbezug überlagern, verfälschen oder gar aufheben. Dies bedarf spezifischer Behandlungsmethoden, die regressiven States entgegensteuern. Vermittelt wird die „Arbeit mit dem Inneren Kind“ als ein klinisch bewährtes Vorgehen.

Kursleiter*in: Prof. Dr. med. Ulrich Sachsse, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Universität Kassel, Autor diverser Sachbücher
Zielgruppe: Psycholog*innen, Ärzt*innen, Sozialpädagog*innen, Psychotherapeut*innen, Psychosoziale Fachkräfte
Schwerpunkt:
  • Komplexe Posttraumatische Belastungsstörung
  • Borderline-Persönlichkeitsstörung
  • Bindungsstörung Typ-D
  • Aktive Gestaltung der therapeutischen Beziehung
  • Arbeit mit dem Inneren Kind
Preise:
  • Teilnahmegebühr: 240,00 €
  • Ermäßigt: 216,00 €
Kategorie: Trauma, Psychische Erkrankung

Die sexualpädagogische Begleitung junger Menschen im stationären Bereich stellt Fachkräfte der Sozialpädagogik vor stetig neue Fragen und Herausforderungen. Um Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene professionell und bedarfsgerecht begleiten zu können, ist es notwendig, aktuelle Entwicklungen in sexuellen Lebensrealitäten, jugendlichen Subkulturen und digitalen Trends zu verstehen. Gleichzeitig braucht es eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung, um einen sicheren, sensiblen und reflektierten Umgang mit dem Thema Sexualität zu gewährleisten.

Diese Fortbildung bietet den Teilnehmenden Raum zur fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung im Bereich der Sexualpädagogik. Sie erhalten Einblick in aktuelle Methoden, Materialien und Literatur und werden ermutigt, eigene Erfahrungen, Unsicherheiten und Fragen einzubringen. Die Arbeit findet in einem geschützten, wertschätzenden Rahmen statt und orientiert sich an den Bedarfen der Teilnehmenden.

Schwerpunkte der Fortbildung:

  • Psychosexuelle Entwicklung: Entwicklungsschritte von Kindheit bis ins junge Erwachsenenalter auch im Kontext von Beeinträchtigungen
  • Sexualität und Identität: Definitionen und Dimensionen sexueller Identität, auch im transkulturellen Kontext
  • Sexuelle Orientierung: Modelle, Phasen und die Bedeutung für die Begleitung junger Menschen
  • Sexuelle Bildung in digitalen Zeiten: Umgang mit der „Pornografisierung“ der Jugendsexualität
  • Fallarbeit: Bearbeitung mitgebrachter Fälle und Praxissituationen aus dem Arbeitsalltag der Teilnehmenden (z. B. Themen wie Liebe, Partnerschaft, Familienplanung, sexuelle Grenzverletzungen)

Methodik:
Die Fortbildung verbindet fachliche Inputs mit interaktiven Methoden, kollegialem Austausch und reflektierender Gruppenarbeit. Eigene Fallbeispiele und Fragen aus der Praxis der Teilnehmenden stehen im Zentrum.

Ziel der Fortbildung:
Die Teilnehmenden sollen sich sicherer im Umgang mit Fragen rund um Sexualität und Identitätsfindung fühlen, ihr Fachwissen erweitern und ihre eigene Haltung reflektieren können – für eine professionelle, sensible und wertschätzende Begleitung junger Menschen in ihrer sexuellen Entwicklung.

 

Kursleiter*in: Lucyna Wronska, Diplom-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin, Sexual- und Paartherapie
Zielgruppe: Psychosoziale Fachkräfte
Schwerpunkt:
  • Psychosexuelle Entwicklung
  • Sexualität und Identität - auch transkulturell
  • Sexuelle Orientierung: Modelle und Phasen
  • Sexuelle Bildung in digitalen Zeiten
  • Fallarbeit
Preise:
  • Teilnahmegebühr: 225,00 €
  • Ermäßigt: 202,00 €
Kategorie: Sexualität

Umgang mit Drogenkonsum in der Jugendhilfe

Jugendliche sind auf der Suche nach Erlebnissen, Selbstwirksamkeit und Grenzen. Der Konsum psychoaktiver Substanzen kann dabei Teil der Identitätsentwicklung sein. Für pädagogische Fachkräfte bedeutet das: Drogenkonsum gehört heute – ob gewollt oder nicht – zu den zentralen Themen, mit denen sie professionell umgehen müssen.
Gerade bei sensiblen Themen wie Drogen ist es entscheidend, einen offenen, ehrlichen und kompetenten Dialog zu ermöglichen. Pauschale Verbote führen oft zu Widerstand, Bagatellisierung oder Rückzug. Ziel ist es, mit Jugendlichen gemeinsam eine verantwortungsbewusste, reflektierte Haltung zum Konsum zu entwickeln – ohne dabei den erhobenen Zeigefinger zu erheben.
Ein besonderer Fokus liegt auf dem gesellschaftlichen Kontext: Wir leben in einer Konsumgesellschaft, in der legale Substanzen wie Alkohol, Nikotin oder Medikamente eine hohe soziale Akzeptanz genießen – während illegale Drogen stigmatisiert werden. Diese Doppelmoral wirkt sich unmittelbar auf junge Menschen aus, die zunehmend mit widersprüchlichen Botschaften konfrontiert sind.
Aktuell verschärft wird diese Debatte durch die Teillegalisierung von Cannabis. Pädagogische Fachkräfte sehen sich dadurch mit neuen Herausforderungen konfrontiert:Wie lässt sich Kinder- und Jugendschutz unter veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen wirksam umsetzen?

Wie kann man Jugendliche sachlich informieren, ohne zu verharmlosen – aber auch ohne moralischen Druck auszuüben?
Das Seminar bietet Raum für eine differenzierte, kritische Auseinandersetzung mit der Legalisierung, ihren gesellschaftlichen Wirkungen und ihrer Bedeutung für die pädagogische Praxis.
Sie lernen:
-Wie Sie eine offene, fachlich fundierte Haltung zu Sucht und Konsumkultur entwickeln.
-Wie Sie Jugendliche im Umgang mit Risiken stärken, ohne ihre Selbstbestimmung zu untergraben.
-Wie Sie Konsumverhalten erkennen, ansprechen und reflektieren – auch im Spannungsfeld aktueller Gesetzesänderungen.

Das Seminar bietet praxisnahes Wissen zu:
-Entwicklungsaufgaben der Adoleszenz und deren Bedeutung für Risikoverhalten
-Konsummustern und Auswirkungen auf das jugendliche Gehirn
-Rechtlichen Grundlagen (BtMG, Jugendschutzgesetz, Arbeitsschutz, Schulrecht)

Gemeinsam reflektieren wir, wie pädagogisches Handeln zwischen Selbstbestimmung, Schutzauftrag und gesellschaftlicher Verantwortung gestaltet werden kann.

-Themenschwerpunkte & Leitfragen:
-Was ist „normaler“ Drogenkonsum im Jugendalter – und wo wird er riskant?
-Woran erkenne ich Konsum – und wie spreche ich ihn professionell an?
-Wie gehe ich im Team mit unterschiedlichen Haltungen um?
-Wie beeinflusst die Cannabis-Legalisierung den pädagogischen Alltag?
-Welche rechtlichen Grundlagen sind relevant?
-Welche Haltung vertrete ich – und wie stärke ich Jugendliche in ihrer Entscheidungskompetenz?

Kursleiter*in: Christian Geurden, Diplom Sozialpädagoge, Suchtberater  
Zielgruppe: Psychosoziale Fachkräfte
Schwerpunkt:
  • Was ist „normaler“ Drogenkonsum im Jugendalter – und wo wird er riskant?
  • Woran erkenne ich Drogenkonsum – und wie spreche ich ihn professionell an?
  • Wie beeinflusst die Cannabis-Legalisierung den pädagogischen Alltag?
  • Wie gehe ich persönlich mit diesem Thema um, wie agiere ich als Mitglied eines Teams?
  • Welche Haltung vertrete ich – und wie stärke ich Jugendliche in ihrer Entscheidungskompetenz?
Preise:
  • Teilnahmegebühr: 225,00 €
  • Ermäßigt: 202,00 €
Kategorie: Sucht, Junge Erwachsene

Ziel psychosozialer Arbeit ist eine möglichst weitgehende Selbstbestimmung ihrer Klient*innen, die für Bewohner*innen der westlichen Welt in den letzten Jahrzehnten in vielfacher Hinsicht realisierbar geworden ist. Wie in allen Zeiten unterliegen wir aber weiterhin Naturgesetzen und vielfältigen gesellschaftlichen Bedingungen. Die Behauptung eines autonomen Individuums verschleiert sein gleichzeitiges beherrscht werden: intrapsychisch durch das Unbewusste, aber auch gesellschaftlich durch die Gesetze des Marktes und durch die technologische Entwicklung in einer digitalisierten Welt. Die Wirkmächtigkeit des Einzelnen hängt von der Anerkennung seines Eingebundenseins ab. Dies gilt für das Individuum, seine Selbstbestimmung und ihre Grenzen wie für die Begrenzung des technisch Machbaren in einem bedrohten Ökosystem. Bewusste Verantwortung als Grundlage menschlichen Lebens erfordert Anerkennung von Begrenzungen.
In dem Seminar werden die Begrenzungen und Abhängigkeiten des Einzelnen deutlich gemacht und diskutiert. Durch dieses vertiefte Bewusstwerden wird die psychosoziale Arbeit mit den Klienten um eine notwendige und wesentliche Dimension bereichert.  

Kursleiter*in: Prof. Dr. med. Martin Teising, Facharzt für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin, Lehranalytiker der Deutschen und der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung
Zielgruppe: Angehörige aller psychosozialen Berufe
Schwerpunkt:
  • Selbstbestimmung und ihre Grenzen bei: Gesundheit und Krankheit
  • Selbstbestimmung und ihre Grenzen bei: hohem Lebensalter
  • Selbstbestimmung und ihre Grenzen bei: Suizidalität
  • Psychische Grenzen
  • Geschlechtsspezifische Differenzen
Preise:
  • Teilnahmegebühr: 225,00 €
  • Ermäßigt: 202,00 €
Kategorie: Suizidgefährdung