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September 2019

Aggressives Verhalten von Klienten, die eigentlich Unterstützung suchen, kommt im Beratungsalltag immer wieder vor - unterschwellig oder offen. Es reicht von geringschätzigen Gesten über deutlich abwehrende und abwertende Äußerungen bis hin zu tätlichen Angriffen. Solche destruktiven Anteile im Verhalten von Klienten verunsichern Mitarbeitende, belasten die Arbeitsbeziehung und erschweren es, eine ressourcenfördernde Arbeitshaltung beizubehalten. Gefühle von Scheitern und Frustration stellen sich insbesondere dann ein, wenn zuvor ein guter Verlauf bestand. Im Seminar geht es zunächst um die Vermittlung von Erklärungsansätzen aus der Trauma-Forschung zu Hintergründen und Funktionen von destruktiven Verhaltensweisen. Anschließend werden Möglichkeiten des Umgangs mit ihnen erarbeitet und erprobt: Wie werden destruktive Verhaltensweisen so besprechbar, dass sie immer weniger gezeigt werden müssen? Wie können Aggressionen - die der Klienten wie auch die eigenen – im Beratungsalltag konstruktiv genutzt werden? Ziel ist die Förderung von Sicherheit für Mitarbeitende wie für Klienten.

Kursleiter*in: Claudia Ehlert, Soziologin, M. A., Supervisorin (DGSv) und Fortbildnerin mit Schwerpunkt Psycho-Traumatologie/Trauma-Pädagogik  
Zielgruppe: Mitarbeitende von Sucht-, Familien-, Jugendhilfe sowie (Sozial-) Psychiatrie, Psychotherapeut*innen
Schwerpunkt:
  • Zugänge zum Thema Aggression
  • Kenntnisse aus der Trauma-Forschung zu Abspaltungsprozessen und destruktivem Verhalten / „Täter-loyale Anteile“
  • Wie kann Stabilisierung gelingen, wenn innere Anteile von Klientinnen diese ablehnen?
Teilnahmegebühr: 265,00 €
Kategorie: Aggression
November 2019

Die unreifen Formen der Aggression, die dazu führen, sich selbst oder andere psychisch und/oder körperlich zu verletzen, haben ihren häufigsten Ursprung in einer Störung der frühen Selbstregulationsentwicklung innerhalb des entwicklungspsychologischen Aufbaus von Bindung. Unsichere und traumatische Bindungsprozesse beinträchtigen die Kontaktfähigkeit und das Selbstempfinden des Kindes. Emotionale Regulation und Bindungserfahrungen bedürfen einer Nachreifung, deren Grundlagen in diesem Seminar erfahren werden. Dies ist die Basis um den emotionalen Kreislauf der eskalierenden Aggression zu verstehen und geeignete vorbeugende und gegenwärtige Interventionen anzuwenden. Teil dieser Intervention ist die eigene Haltung in Bezug auf Klient*innen und sich selbst, die Bindungskommunikation und die Vermeidung sekundärer Frustrationen. Ziel dieser Interventionen ist auch die Entlastung der Helfer*innen, indem sie durch "Selbstanbindung" die eigenen Alarmgefühle minimieren und kontrollieren können.

Kursleiter*in: Jutta Rahlf- Riermeier, Diplom Sozialpädagogin, Gestalttherapeutin
Zielgruppe: SozialpädagogInnen, PsychologInnen, PsychotherapeutInnen, ErzieherInnen, LehrerInnen, und andere beratende Berufsgruppen
Schwerpunkt:
  • Kinder und Jugendliche mit ihren Aggressionen verstehen.
  • Der biologische und psychologische Sinn von Aggression. Wem dient sie und wodurch wird sie ausgelöst?
  • Aggression die keiner versteht braucht "Aggressions-Flüsterer".
  • "Bindungs- Intervention" und "Bindungs- Kommunikation" werden erfahren und angewendet.
Teilnahmegebühr: 265,00 €
Kategorie: Aggression
Seiten: