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Methode
Es gibt insgesamt 15 Veranstaltungen
August 2026

Eltern mit Schwierigkeiten ihre Impulse und Gefühle zu regulieren, bringen sich und andere leicht an Grenzen. Oft ist es ein Balanceakt zu entscheiden, ob Kind und Mutter/Vater zusammen leben können, oder das Kind in seiner Entwicklung zu viel Schaden nehmen könnte. Wir wollen Ihnen in dieser Fortbildung Wissen über die Erkrankung und praxiserprobte Umgangsweisen vorstellen. Diese Methoden können dabei helfen Ihre vielleicht bestehenden Unsicherheiten in schwierigen Situationen abzubauen und einen „inneren roten Faden“ zu verfolgen. Wir beziehen uns u.a. auf die Dialektisch Behaviorale Therapie nach M. Linehan, eine störungsspezifische Behandlungsmethode mit Anteilen aus der Verhaltenstherapie und aus der Achtsamkeitslehre.

Das wollen wir vermitteln:

  • ein besseres Verständnis für Menschen mit BPS und anderen Impulskontrollschwierigkeiten
  • eventuelle Auswirkungen auf das Kindeswohl
  • die Wahrnehmung eigener Grenzen in der Zusammenarbeit
  • hilfreiche Strategien und konkrete Werkzeuge für den Betreuungsalltag
  • erreichen einer möglichst klaren Haltung im professionellen Kontext
  • Reflexion der Teamkultur

Anhand Ihrer eigenen Fallbeispiele werden Schwierigkeiten diskutiert sowie mit Übungen und Rollenspielen Lösungsansätze gesucht.

Kursleiter*in: Joana Baurmann, Sozialpädagogin B.A. / Sozialarbeiterin B.A., Claudia Kertzscher, Diplom Sozialpädagogin
Zielgruppe: Psychosoziale Fachkräfte
Schwerpunkt:
  • Verständnis entwickeln für Menschen mit BPS und anderen Impulskontrollschwierigkeiten
  • Auswirkungen auf das Kindeswohl
  • Wahrnehmung eigener Grenzen in der Zusammenarbeit
  • Strategien für den Betreuungsalltag: klare Haltung im professionellen Kontext, Teamkultur, konkrete Werkzeuge
Preise:
  • Teilnahmegebühr: 440,00 €
  • Ermäßigt: 396,00 €
Kategorie: Suizidgefährdung, Trauma, Methode, Psychische Erkrankung

Eltern sind wichtige Partner im Hilfeprozess und ihre aktive Einbindung ist entscheidend für die Entwicklung von Kindern sowie für den Verlauf und Erfolg der Hilfen. Gleichzeitig stellt diese anspruchsvolle Aufgabe Fachkräfte immer wieder vor große Herausforderungen – geprägt durch komplexe Dynamiken und institutionelle Rahmenbedingungen.

Dieses Seminar lädt dazu ein, die eigene Handlungskompetenz in der Elternarbeit zu erweitern. Gemeinsam werden Strategien erarbeitet, um mit einer wertschätzenden, annehmenden und wohlwollenden Haltung tragfähige Arbeitsbündnisse zu knüpfen. Es wird ein Raum geboten für den Austausch über herausfordernde Situationen aus der Praxis, zur Reflexion der eigenen Haltung und zur Entwicklung neuer Impulse für die Zusammenarbeit mit Eltern. Dazu erhalten die Teilnehmenden Einblicke in Ziele, Möglichkeiten und Grenzen der Elternarbeit sowie in unterschiedliche Formen, Ansätze und Methoden.

Themen:

- Bedeutung, Ziele und Grenzen der Elternarbeit
-Überblick über Formen, Ansätzen und Methoden
- Aufbau tragfähiger Arbeitsbündnisse
- Praxisnaher Austausch zu herausfordernden Situationen

Methoden:

Impulsreferat, Fallarbeit, Kleingruppenarbeit, Diskussionen

Kursleiter*in: Janka Johannsen, M.Sc. Psychologin, M.Sc. Familienpsychologin, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin
Zielgruppe: Psychosoziale Fachkräfte
Schwerpunkt:
  • Bedeutung, Ziele und Grenzen der Elternarbeit
  • Überblick über Formen, Ansätzen und Methoden
  • Aufbau tragfähiger Arbeitsbündnisse
  • Praxisnaher Austausch zu herausfordernden Situationen
Preise:
  • Teilnahmegebühr: 195,00 €
  • Ermäßigt: 175,00 €
Kategorie: Methode, Psychische Erkrankung
September 2026

Der Suizid eines Menschen erzeugt ein komplexes, emotional hoch aufgeladenes Feld, das sowohl Betroffene als auch Fachkräfte vor große Herausforderungen stellt. In der Arbeit mit Hinterbliebenen oder im direkten beruflichen Kontext mit suizidalen Ereignissen sind Sozialpädagog*innen häufig mit intensiven Gefühlen wie Ohnmacht, Schuld, Hilflosigkeit oder Scham konfrontiert. Die Frage nach dem "Warum" bleibt oft quälend offen und kann eine tiefe persönliche Betroffenheit auslösen.
Diese Fortbildung bietet Fachkräften die Möglichkeit, sich mit den emotionalen und psychischen Auswirkungen suizidaler Krisen auseinanderzusetzen und eigene Ressourcen im Umgang mit diesen Belastungen zu stärken. Im Mittelpunkt stehen dabei praxisnahe Ansätze zur Selbstfürsorge und Selbstregulation, die helfen, in der Konfrontation mit Suizid handlungsfähig und professionell zu bleiben.

Schwerpunkte der Fortbildung:
•    Verstehen emotionaler Prozesse nach einem Suizid
•    Die Dynamik zwischen Trauma und Trauer erkennen und einordnen
•    Einführung in wirkungsvolle Techniken zur Selbstregulation
•    Transfer traumatherapeutischer Ansätze in die pädagogische Praxis
•    Stärkung der eigenen Handlungskompetenz im Umgang mit suizidalen Krisen
•    Reflexionsräume und kollegialer Austausch

Methodik:
Die Fortbildung verbindet theoretischen Input mit praxisorientierten Übungen, Selbsterfahrungselementen sowie Raum für kollegialen Austausch. Ziel ist es, individuelle Strategien zu entwickeln, die in belastenden Situationen unmittelbar unterstützend wirken und langfristig zur Resilienz beitragen.

Kursleiter*in: Marianne van Kempen, Diplom Soziologin, Supervisorin (DGSv), Theaterpädagogin
Zielgruppe: Psychosoziale Fachkräfte
Schwerpunkt:
  • Verstehen emotionaler Prozesse nach einem Suizid
  • Dynamik zwischen Trauma und Trauer
  • Techniken zur Selbstregulation
  • Handlungskompetenz im Umgang mit suizidalen Krisen
  • Transfer traumatherapeutischer Ansätze in die pädagogische Praxis
Preise:
  • Teilnahmegebühr: 440,00 €
  • Ermäßigt: 396,00 €
Kategorie: Suizidgefährdung, Trauma, Selbstmanagement, Methode

Wir erleben in den Einrichtungen immer wieder, dass sich sehr schwierige Situationen mit einzelnen Jugendlichen oder der Gruppe entwickeln, die die Mitarbeiter*innen an den Rand ihrer Möglichkeiten bringen.

An Beispielen aus der konkreten pädagogischen Arbeit wird diskutiert und verstehbar gemacht, welche Bedeutung der haltgebende Rahmen und die Haltung der Mitarbeiter*innen/des Teams für die Bewältigung schwieriger Situationen in der Betreuung der Jugendlichen haben und wie man die pädagogisch-therapeutische Praxis konstruktiv weiterentwickeln kann.

Es werden Fragen bearbeitet wie:

Was ist das therapeutische Milieu und was bewirkt es?
Welche Bedeutung haben Übertragungen in der pädagogischen Arbeit?
Wie kann ich besser verstehen, was in den Köpfen der Jugendlichen vorgeht?
Was kann man durch Zusammenarbeit im Team erreichen?
Wie kann die Dynamik in der Jugendlichen-Gruppe beeinflusst werden?

 

Kursleiter*in: Claus-Peter Rosemeier, Diplom Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut
Zielgruppe: Psychosoziale Fachkräfte, Psychotherapeut*innen
Schwerpunkt:
  • Pädagogisch-therapeutisches Milieu
  • Mentalisierungstheorie
  • Übertragungs-/Gegenübertragungsprozesse
  • Pädagogischer Alltag in der Gruppe
  • Teamarbeit
Preise:
  • Teilnahmegebühr: 195,00 €
  • Ermäßigt: 175,00 €
Kategorie: Suizidgefährdung, Trauma, Methode, Aggression, Psychische Erkrankung

Menschen in suizidalen Krisen begegnen uns Fachkräften in der psychiatrischen und psychosozialen Arbeit regelmäßig. Diese Situationen sind oft emotional herausfordernd und können auch bei erfahrenen Profis Gefühle von Unsicherheit, Angst oder Hilflosigkeit auslösen. Wie und was darf ich fragen? Wie schätze ich die aktuelle Gefährdung ein?  Wie kann ich für die Betroffenen ein hilfreiches Gegenüber sein? Auch die Frage der professionellen Verantwortung erfasst uns in der Begegnung mit suizidalen Klient*innen ganz direkt.
Die Fortbildung bietet eine fundierte und praxisorientierte Auseinandersetzung mit der professionellen Begleitung suizidaler Menschen. Ziel ist es, Handlungssicherheit zu gewinnen und die eigene fachliche Kompetenz im Umgang mit suizidalen Krisen zu stärken.

Inhalte der Fortbildung:
•    Erkennen möglicher Warnsignale suizidaler Krisen
•    Gesprächsführung und das Erfragen suizidaler Gedanken – mit praktischen Übungen im Rollenspiel
•    Aspekte der Gefährdungseinschätzung anhand von Fallbeispielen
•    Rechtliche Rahmenbedingungen und professionelle Verantwortung
•    Entwicklung hilfreicher Strategien im Umgang mit suizidalen Menschen im eigenen Arbeitsfeld
•    Aspekte der Beziehungsgestaltung und Bedeutung der professionellen Haltung

Die Fortbildung folgt einem strukturierten, suizidpräventiven Ansatz. Sie verbindet theoretisches Wissen mit konkreten Handlungsmöglichkeiten und schafft Raum für Reflexion und Austausch.

Kursleiter*in: Dr. med. Ulrike Wegner, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie,  Arche München
Zielgruppe: Fachkräfte in psychosozialen und gesundheitlichen Arbeitsgebieten, Psychotherapeut*innen
Schwerpunkt:
  • Einschätzen von Suizidalität
  • Formen von Krisen und Suizidalität
  • Strategien im Umgang mit Menschen in Krisen und suizidalen Menschen
Preise:
  • Teilnahmegebühr: 230,00 €
  • Ermäßigt: 207,00 €
Kategorie: Suizidgefährdung, Methode

Professionell Helfende begegnen in ihrer Arbeit immer wieder Menschen in akuten Krisen oder mit suizidalen Gedanken. Besonders herausfordernd sind jene Momente, in denen Selbst- oder Fremdgefährdung angedroht oder möglich erscheint und bekannte Deeskalationsstrategien an ihre Grenzen stoßen.

Solche Situationen lösen auch bei uns als Fachpersonen intensive Gefühle aus – Verunsicherung, Ohnmacht, Hilflosigkeit, Angst, Druck oder auch Ärger. Oft stehen widersprüchliche Emotionen nebeneinander, während gleichzeitig schnelles und verantwortungsvolles Handeln gefragt ist.
Wie können wir in diesen Momenten professionell und im Sinne des Klienten reagieren? Welche inneren und äußeren Ressourcen helfen uns, handlungsfähig zu bleiben? Und welche Interventionen sind in der jeweiligen Situation wirklich hilfreich?

In dieser Fortbildung werden theoretische Grundlagen und praxisnahes Wissen miteinander verknüpft. Ziel ist es, das Verständnis für Krisenprozesse zu vertiefen, eigene Reaktionsmuster zu reflektieren und konkrete Handlungsstrategien zu entwickeln.
Durch Kurzvorträge, Gruppendiskussionen und Fallarbeit werden die Teilnehmenden befähigt,

  • Krisen und Suizidalität frühzeitig zu erkennen,
  • ihr eigenes Verhalten in angespannten Situationen besser einzuordnen,
  • Risiken realistisch einzuschätzen und
  • angemessene Interventionen zu wählen.

Die Inhalte werden auf die spezifischen Arbeitsfelder und Anliegen der Teilnehmenden abgestimmt. Eigene Fallbeispiele sind ausdrücklich erwünscht und bieten die Möglichkeit, das Gelernte unmittelbar auf die eigene Praxis zu übertragen.

Kursleiter*in: Claudia Giesea, Psychologin M.Sc.
Zielgruppe: Psychosoziale Fachkräfte
Schwerpunkt:
  • Grundhaltungen in Krisen
  • Erkennen von Krisen und Intervention in Krisen
  • Einschätzung von Risiken
  • Eigenes Verhalten einordnen
Preise:
  • Teilnahmegebühr: 195,00 €
  • Ermäßigt: 175,00 €
Kategorie: Suizidgefährdung, Trauma, Methode, Aggression, Psychische Erkrankung
24.09.2026 - 25.09.2026

FührungsKraft stärken

Wir gehen im Seminar davon aus, dass Leitungskräfte alles, was sie für Ihre Arbeit brauchen bereits in sich tragen. Manches davon kann sicher erweitert oder verändert werden. Denn woran sollen sich Leitungskräfte in komplexen, schwierigen Situationen orientieren, wenn nicht an sich selbst?

Im Seminar werden wir uns austauschen über Erfahrungen, die wir mit Leitungskräften in unserer beruflichen Laufbahn gesammelt haben. Wir rekonstruieren das Verständnis von Führung im Wandel der Zeit und betrachten aktuelle Leitungsmodelle. Wir versuchen die Aufgaben von Leitung zu definieren. In Anerkennung der Komplexität und Unvorhersehbarkeit der modernen Arbeitswelt und der sich daraus ergebenen Unsicherheiten und Dilemmata, wie die Regulation von Nähe und Distanz, von Gleichbehandlung aller und dem Eingehen auf den Einzelfall, von Wirtschaftlichkeit und Qualität usw., in der jede Leitungskraft in der Regel steckt, suchen wir nach Orientierungspunkten. Die Beschäftigung mit den eigenen wegweisenden Werten wird dabei eine Rolle spielen.

Außerdem beschäftigen wir uns im Seminar mit Ausgleichsleistungen, die nötig werden, wenn die Arbeit in Teams ungleich verteilt ist. Denn diese Ungleichheit erzeugt auf lange Sicht Unfrieden zwischen den MitarbeiterInnen. Uns interessiert, wie Leitungskräfte diesen Ausgleich fördern können.

Kursleiter*in: Kartrin Thorun-Brennan, Diplom-Psychologin, Supervisorin, Coach (DGSv)
Zielgruppe: Leitungskräfte, Fachkräfte, die diese Aufgabe anstreben
Schwerpunkt:
  • Was ist gute Leitung?
  • Leitungsmodelle Leitungsverständnis im Wandel der Zeit
  • Dilemmata in Leitung
  • Werte zur Orientierung für Leitungen
  • Ausgleichsprinzipien für die Teamarbeit
Preise:
  • Teilnahmegebühr: 440,00 €
  • Ermäßigt: 396,00 €
Kategorie: Selbstmanagement, Methode, Führungskräfte

Suchterkrankte Menschen tragen oft schwere Verluste und Abschiede mit sich. Ich verstehe den Suchtmittelkonsum als einen Lösungsversuch, mit Verlusten umzugehen und zugleich die Ohnmacht und den Schmerz nicht länger aushalten zu müssen. Einmal angenommen, Trauer, in all ihren Facetten, könnte auch eine Lösung sein, die vielleicht auf längere Sicht heilsam wäre. Was wäre dann anders?
In der Fortbildung verbinde ich die Erfahrungen der Trauerbegleitenden mit einer systemischen Haltung in der Suchtarbeit. In dem Zusammenhang beschäftigen wir uns auch mit der wichtigen Frage, welche guten Gründe Schuldkonstruktionen haben können.

Methoden:
-Aufstellungen und Arbeit mit inneren Anteilen
-Facetten der Trauerarbeit nach C. Paul
-Einsatz von Ritualen
-Stabilisierungstechniken

Kursleiter*in: Kerstin Zabel-Strzyz, Diplom Sozialpädagogin, Systemische Supervisorin, Systemische Therapeutin
Zielgruppe: Sozialpädagog*innen, Erzieher*innen, Psychotherapeut*innen, Psychosoziale Fachkräfte
Schwerpunkt:
  • Systemische Haltung in der Suchtarbeit anhand von Fallbeispielen
  • Trauer als Lösungsidee im Umgang mit Verlusten
  • Verstehen von Schuldkonstruktionen
Preise:
  • Teilnahmegebühr: 225,00 €
  • Ermäßigt: 202,00 €
Kategorie: Trauma, Sucht, Methode, Psychische Erkrankung
Oktober 2026

Krisen haben viele Gesichter und insbesondere bei jungen Menschen oft eine hohe Dynamik. Manchmal spitzen sie sich bis zur Suizidalität hin zu. In dieser Fortbildung wird vermittelt, wie sich Krisen möglichst frühzeitig erkennen lassen und wie ein zielführender Umgang damit gelingen kann. Schwerpunkte liegen dabei auf der Einschätzung von Suizidalität sowie der Kontaktgestaltung mit suizidgefährdeten Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Es wird Raum zur Reflexion eigener Reaktionen und Handlungsimpulse gegeben sowie Anregungen zur selbstfürsorglichen Gestaltung der Arbeit mit den Betroffenen.

Kursleiter*in: Fabian Wieneke, Psychologe M.Sc., Psychologischer Psychotherapeut, Beratungsstelle neuhland
Zielgruppe: Psychosoziale Fachkräfte
Schwerpunkt:
  • Erkennen und Einordnen von Krisen
  • Einschätzen von Suizidalität
  • Kontaktgestaltung bei Suizidgefährdung
  • Reflexion eigener Reaktionen und Handlungsimpulse
Preise:
  • Teilnahmegebühr: 195,00 €
  • Ermäßigt: 175,00 €
Kategorie: Suizidgefährdung, Trauma, Methode, Junge Erwachsene, Psychische Erkrankung

Diese Fortbildung ist Bestandteil der modularen Weiterbildung "Qualifizierung für die Jugendhilfe und junge Erwachsenenhilfe". Dieses Modul kann hier auch einzeln gebucht werden.

Immer wieder gehen Jugendliche in unseren Einrichtungen durch mehr oder weniger schwere Krisen. Manchmal sind diese auch begleitet von Gefühlen der Verzweiflung und des „nicht-mehr-weiter-Wissens“. Zur Begleitung der Jugendlichen ist es erforderlich, Inhalte und Methoden der Krisenintervention zur Verfügung zu haben. Auch die Einschätzung darüber, wie akut die Krisen sind und der sichere Umgang damit gehören zum notwendigen Handwerkszeug der Pädagog*innen. In diesem Modul sollen Kenntnisse vertieft und über Handlungsstrategien gearbeitet werden.
Ein weiteres wichtiges Thema sind die Androhung und mögliche Ausübung von Gewalt. Hier liegt der Fokus in der vorausschauenden Vermeidung von Eskalationen durch Deeskalationsstrategien. Welche Grundhaltungen sind hilfreich und was muss ich tun, um deeskalierend zu wirken und zu handeln? Welche Warnhinweise gibt es für Eskalationen? Wie kann ich rechtzeitig eingreifen? Diese und weitere Fragen begleiten uns an diesem Tag.

Kursleiter*in: Helmut Elle, Diplom Sozialpädagoge, Kinder- und ­Jugendlichenpsychotherapeut
Zielgruppe: Sozialpädagog*innen, Erzieher*innen oder ähnliche Berufe, Quereinsteigende in der psychosozialen Arbeit
Schwerpunkt:
  • Inhalte und Methoden der Krisenintervention
  • Einschätzung von akuten Krisen
  • Umgang mit Androhung und möglicher Ausübung von Gewalt
  • Deeskalationsstrategien
Preise:
  • Teilnahmegebühr: 195,00 €
  • Ermäßigt: 175,00 €
Kategorie: Modul Weiterbildung, Suizidgefährdung, Methode, Aggression, Psychische Erkrankung
November 2026

Die Arbeit mit psychisch belasteten Klient:*innen stellt hohe Anforderungen an Fachkräfte in der Jugendhilfe. Sie erfordert Einfühlungsvermögen, Resilienz sowie die Fähigkeit zur Selbstreflexion und Selbstregulation. Begegnungen mit Klient*innen können dabei intensive Gefühle auslösen, die einerseits eine wertvolle Ressource für die Beziehungsarbeit darstellen, andererseits aber auch belasten sind und die fachliche Einschätzung beeinträchtigen können. Ein bewusster Umgang mit diesen emotionalen Erfahrungen ist daher entscheidend, um Jugendliche und ihre Familien kompetent und stabil begleiten zu können.

In diesem Seminar lernen Sie einen praxisnahen Rahmen auf Grundlage der Mentalisierungstheorie kennen. Er unterstützt Sie dabei, Ihre eigenen Toleranz- und Mentalisierungsfenster wahrzunehmen und persönliche Muster in Situationen emotionaler Überforderung zu erkennen.
Anhand von Fallbeispielen reflektieren Sie verstrickte Dynamiken und erhalten Impulse und Strategien, um Denkraum und emotionalen Abstand zu gewinnen. In praktischen Übungen erproben Sie zudem Selbstregulationstechniken, die Ihnen helfen, Ihre emotionale Stabilität im Berufsalltag zu stärken und Ihre Arbeit mit belasteten Jugendlichen noch professioneller zu gestalten.

Kursleiter*in: Gergana Karaboycheva, Ärztin, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik Ernst von Bergmann, Potsdam
Zielgruppe: Psychosoziale Fachkräfte
Schwerpunkt:
  • Arbeit mit Mentalisierungstheorie
  • Anwenden von Selbstregulationstechniken
  • Dynamiken anhand von Fallbeispielen erkennen
Preise:
  • Teilnahmegebühr: 225,00 €
  • Ermäßigt: 202,00 €
Kategorie: Selbstmanagement, Methode

Bindungsmuster und deren Störungsbilder, Sensibilisierung und Umsetzung von Nähe und Distanz

Bindung gehört zum grundlegenden Bedürfnis aller Menschen. Sie ist ein wesentliches Element, um in der professionellen Begleitung von Menschen Einfluss auf die Entwicklung der zu Betreuenden zu nehmen. In der Praxis unserer Arbeit haben wir es vielfach mit bindungsgestörten Klient*innen zu tun, die sich abweisend, aggressiv und widersprüchlich verhalten. Um den Jugendlichen neue Bindungserfahrungen zu ermöglichen, braucht es einen klaren Blick auf Beziehungsdynamiken und mögliche Verstrickungen. Wer gesunde Grenzen in der Übernahme von Verantwortung für sich und den Klienten findet, kann leichter auf Grenzüberschreitungen reagieren, Überforderungssituationen auflösen und angemessene Formen des Kontaktes schaffen. Der kluge Umgang mit schwierigen Situationen ist immer auch ein kluger Umgang mit sich selbst.

Am ersten Tag geht es entsprechend um eigene Stärken und Ressourcen des Selbstkontaktes und der Selbstregulation sowie um innere Überzeugungen, die Räume für Begegnung öffnen bzw. blockieren.

Der zweite Tag beschäftigt sich mit schwierigen Alltagsituationen und dem Blick auf bindungsgestörte Klient*innen, um manipulative Beziehungsdynamiken zu erkennen und Nähe- und Distanzregulation zu üben.

Kursleiter*in: Birgit Hinsching, Dipl. Sozialpädagogin, Supervisorin DGSv  
Zielgruppe: Menschen aus helfenden Berufen
Schwerpunkt:
  • Bindungsmuster und deren Störungsbilder
  • Sensibilisierung und Umsetzung von Nähe und Distanz
Preise:
  • Teilnahmegebühr: 380,00 €
  • Ermäßigt: 342,00 €
Kategorie: Selbstmanagement, Methode, Psychische Erkrankung

In diesem praxisorientierten (Selbsterfahrungs-) Seminar entdecken Sie die vielfältigen Möglichkeiten, Symbole gezielt einzusetzen. Hierzu gibt es praktische Übungen zur Symbolarbeit als auch Tipps für den Einsatz in Beratung, Coaching und Therapie.

Symbolarbeit ist eine Methode, die Symbole gezielt nutzt, um innere Prozesse, unbewusste Inhalte und persönliche Entwicklungen sichtbar und bearbeitbar zu machen. Sie wird in vielen Kontexten angewendet – etwa in Therapie, Coaching, Pädagogik, Supervision und der Traumaarbeit.

Symbole wirken tief auf unser Unbewusstes. Durch ihre Verwendung lassen sich innere Bilder, Gefühle, Konflikte oder Ressourcen in eine äußere, sichtbare Form bringen. Dies ermöglicht es, Themen zu „begreifen“, zu bearbeiten und oft auch leichter zu transformieren.

Bei der Arbeit mit Symbolen wählen Klient*innen Gegenstände (z. B. Steine, Figuren, Naturmaterialien, Spielmaterial), die innere Themen oder Zustände symbolisieren. Diese werden z. B. auf dem Boden arrangiert (ähnlich wie bei einer Aufstellung).

Ziel der Symbolarbeit ist es,

  • Zugang zum Unbewussten schaffen
  • Ressourcen aktivieren
  • Konflikte externalisieren
  • Emotionale Entlastung ermöglichen
  • Entscheidungen oder Entwicklungsprozesse klären.

Die Wirkung dieser Methode:

  • Aktiviert intuitive und emotionale Aspekte der Entscheidung
  • Ermöglicht Perspektivwechsel und emotionale Klarheit
  • Reduziert Verwirrung, weil das Thema „begreifbar“ wird
  • Unterstützt die Eigenverantwortung im Entscheidungsprozess.
Kursleiter*in: Karin Vogel, Diplom Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin
Zielgruppe: Fachkräfte aus dem psychosozialen Bereich
Schwerpunkt:
  • Üben des Einsatzes von Symbolen in entspannter Atmosphäre
  • Erweiterung des persönlichen Methodenkoffers
Preise:
  • Teilnahmegebühr: 380,00 €
  • Ermäßigt: 342,00 €
Kategorie: Trauma, Methode

Im Kontext von psychosozialer Arbeit ist die Beziehungsgestaltung zu unseren Klient*innen sowohl im stationären als auch im ambulanten Setting immer wieder eine Herausforderung in den helfenden Berufen. Wir sind oft mit Wünschen und Sehnsüchten jedoch auch mit Ablehnung und Feindseligkeit uns gegenüber konfrontiert. Dann fragen wir uns, wieviel Nähe tut den Klient*innen gerade gut und wo ist Abgrenzung notwendig. Manchmal jedoch sind wir verstrickt, so dass wir erst im Nachhinein bemerken, dass über unsere Grenzen gegangen wurde oder wir die Grenzen der Klient*innen verletzt haben.
Um unseren Klient*innen ein gesundes Beziehungsangebot machen zu können, ist es wichtig, unser Nähe- und Distanzverhalten zu reflektieren.

In dieser Fortbildung wollen wir die Möglichkeit geben, die Haltung bezüglich Nähe und Distanz zu den Klient*innen anzuschauen und neue Erkenntnisse zu gewinnen. Dies wollen wir auch mit Hilfe von praktischen Übungen tun. Gerne können auch eigene Fälle mitgebracht werden.

Kursleiter*in: Gerlinde Huber, Diplom Pädagogin, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin
Zielgruppe: Psychosoziale Fachkräfte
Schwerpunkt:
  • Nähe-Distanz und Ich-Bildung
  • Kommunikation
  • Zugang zu eigenen Handlungsstrategien
  • Professionelles Rollen- und Selbstverständnis
Preise:
  • Teilnahmegebühr: 225,00 €
  • Ermäßigt: 202,00 €
Kategorie: Selbstmanagement, Methode
Dezember 2026

Kreative Methoden können Prozesse beleben und Interaktionen erleichtern, körperlich und geistig in Bewegung bringen und entspannen.
Ziel dieses Seminars ist es, das eigene Handlungsrepertoire zu erweitern, Kreativität und Flexibilität zu erhöhen, um die pädagogische Arbeit mit Klient*innen wirksamer und nachhaltiger werden zu lassen.
Das Seminar hat Werkstattcharakter. Gemeinsam werden die verschiedenen Techniken erlebbar gemacht und auf ihre Wirksamkeit und Einsatzmöglichkeiten für die psychosoziale und pädagogische Beratung erprobt.
Inhalte sind: Bewegungsübungen, Selbstregulationsübungen, Elemente aus dem pädagogischen Psychodrama, Arbeit mit Symbolen, Visualisierungstechniken.

Kursleiter*in: Marianne van Kempen, Diplom Soziologin, Supervisorin (DGSv), Theaterpädagogin
Zielgruppe: Mitarbeiter*innen in psychosozialer und pädagogischer Beratung
Schwerpunkt:
  • Erweiterung des professionellen Handlungsspielraums
  • Verstärkung der Wirksamkeit des pädagogischen Handelns
  • Erprobung verschiedener Techniken im Werkstattcharakter
Preise:
  • Teilnahmegebühr: 225,00 €
  • Ermäßigt: 202,00 €
Kategorie: Methode