Jugend und Drogenkonsum - Herausforderungen und Perspektiven für die pädagogische Praxis - Online
Umgang mit Drogenkonsum in der Jugendhilfe
Jugendliche sind auf der Suche nach Erlebnissen, Selbstwirksamkeit und Grenzen. Der Konsum psychoaktiver Substanzen kann dabei Teil der Identitätsentwicklung sein. Für pädagogische Fachkräfte bedeutet das: Drogenkonsum gehört heute – ob gewollt oder nicht – zu den zentralen Themen, mit denen sie professionell umgehen müssen.
Gerade bei sensiblen Themen wie Drogen ist es entscheidend, einen offenen, ehrlichen und kompetenten Dialog zu ermöglichen. Pauschale Verbote führen oft zu Widerstand, Bagatellisierung oder Rückzug. Ziel ist es, mit Jugendlichen gemeinsam eine verantwortungsbewusste, reflektierte Haltung zum Konsum zu entwickeln – ohne dabei den erhobenen Zeigefinger zu erheben.
Ein besonderer Fokus liegt auf dem gesellschaftlichen Kontext: Wir leben in einer Konsumgesellschaft, in der legale Substanzen wie Alkohol, Nikotin oder Medikamente eine hohe soziale Akzeptanz genießen – während illegale Drogen stigmatisiert werden. Diese Doppelmoral wirkt sich unmittelbar auf junge Menschen aus, die zunehmend mit widersprüchlichen Botschaften konfrontiert sind.
Aktuell verschärft wird diese Debatte durch die Teillegalisierung von Cannabis. Pädagogische Fachkräfte sehen sich dadurch mit neuen Herausforderungen konfrontiert:Wie lässt sich Kinder- und Jugendschutz unter veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen wirksam umsetzen?
Wie kann man Jugendliche sachlich informieren, ohne zu verharmlosen – aber auch ohne moralischen Druck auszuüben?
Das Seminar bietet Raum für eine differenzierte, kritische Auseinandersetzung mit der Legalisierung, ihren gesellschaftlichen Wirkungen und ihrer Bedeutung für die pädagogische Praxis.
Sie lernen:
-Wie Sie eine offene, fachlich fundierte Haltung zu Sucht und Konsumkultur entwickeln.
-Wie Sie Jugendliche im Umgang mit Risiken stärken, ohne ihre Selbstbestimmung zu untergraben.
-Wie Sie Konsumverhalten erkennen, ansprechen und reflektieren – auch im Spannungsfeld aktueller Gesetzesänderungen.
Das Seminar bietet praxisnahes Wissen zu:
-Entwicklungsaufgaben der Adoleszenz und deren Bedeutung für Risikoverhalten
-Konsummustern und Auswirkungen auf das jugendliche Gehirn
-Rechtlichen Grundlagen (BtMG, Jugendschutzgesetz, Arbeitsschutz, Schulrecht)
Gemeinsam reflektieren wir, wie pädagogisches Handeln zwischen Selbstbestimmung, Schutzauftrag und gesellschaftlicher Verantwortung gestaltet werden kann.
-Themenschwerpunkte & Leitfragen:
-Was ist „normaler“ Drogenkonsum im Jugendalter – und wo wird er riskant?
-Woran erkenne ich Konsum – und wie spreche ich ihn professionell an?
-Wie gehe ich im Team mit unterschiedlichen Haltungen um?
-Wie beeinflusst die Cannabis-Legalisierung den pädagogischen Alltag?
-Welche rechtlichen Grundlagen sind relevant?
-Welche Haltung vertrete ich – und wie stärke ich Jugendliche in ihrer Entscheidungskompetenz?
Schwerpunkte
- Was ist „normaler“ Drogenkonsum im Jugendalter – und wo wird er riskant?
- Woran erkenne ich Drogenkonsum – und wie spreche ich ihn professionell an?
- Wie beeinflusst die Cannabis-Legalisierung den pädagogischen Alltag?
- Wie gehe ich persönlich mit diesem Thema um, wie agiere ich als Mitglied eines Teams?
- Welche Haltung vertrete ich – und wie stärke ich Jugendliche in ihrer Entscheidungskompetenz?
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Weitere Informationen
Wir gewähren 10% Ermäßigung (bitte bei Buchung auswählen) für:
- Mitglieder im Paritätischer Landesverband Berlin
- Mitarbeiter*innen des Öffentlichen Dienstes Berlin
- Student*innen – Bitte Nachweise einreichen!
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Die Rahmenbedingungen der Zertifizierung der Fortbildungen durch die Psychotherapeutenkammer haben sich geändert. Es können nur noch Fortbildungen zertifiziert werden, in denen überwiegend approbierte Psychotherapeuten teilnehmen, oder an denen verschiedene Berufsgruppen teilnehmen, die in enger Kooperation eine Patienten-/Klientengruppe behandeln.
Da dies von den angemeldeten Teilnehmer abhängt, können wir eine Zertifizierung der Fortbildung nicht in jedem Fall garantieren.