WhatsApp macht noch keine Gruppe - Nähe und Distanz in der Gruppenarbeit

„Lass `ne Gruppe machen“… Was früher eine von Pädagog*innen oder Therapeut*innen etwas nachlässig formulierte Aufforderung zur Zusammenkunft war, ist heute nicht selten die Anbahnung einer Vernetzung in sozialen Netzwerken. Es wird gelikt, verknüpft, gestupst und geblockt, zu jeder Tages- und Nachtzeit. Da ist sie, die so häufig beschworene permanente Verfügbarkeit von Kontakten, die zumindest in diesem Punkt den „analogen“ Kontakten überlegen scheint. Wie kann die Arbeit mit den einzelnen Jugendlichen und der Gruppe dennoch gelingen? Wie sehr müssen wir als Betreuer*innen und Therapeut*innen mit der Zeit gehen? Ist es okay, mit den betreuten Jugendlichen in einer WhatsApp Gruppe oder über Facebook befreundet zu sein und wenn ja: müssen das dann alle? Was geben wir von uns Preis und wollen wir wirklich all das über die Jugendlichen wissen, was wir so erfahren? Mit Blick auf die Psychodynamik von Gruppensituationen, insbesondere auf die im pädagogisch-therapeutischen Kontext, wollen wir uns diesen Fragen annähern und freuen uns auf den Erfahrungsaustausch.
Ganz ausdrücklich werden wir uns nicht mit der technischen Seite und den Feinheiten verschiedener Messenger-Dienste beschäftigen sondern weiterhin mit der „Gruppe im live-Kontakt“, den Schwierigkeiten und Möglichkeiten der unmittelbaren Begegnung der Jugendlichen untereinander und mit den Betreuer*innen/dem Team.

Kategorien: Gruppe
Veranstaltungsort: Fortbildungsakademie Neuhland
Termin:
Zeitplan: 09:00 - 16:30
Zielgruppe: Soziapädagog*innen, Erzieher*innen, Therapeut*innen, Psychotherapeut*innen
Freie Plätze: Es sind noch Plätze frei.
Kursleiter:
Anke Rabe, Diplom Sozialpädagogin, psychoanalytisch-interaktionelle Gruppenpsychotherapeutin
Claus-Peter Rosemeier, Diplom Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Leiter der Koralle – therapeutische Wohngruppen im Pestalozzi-Fröbel-Haus Berlin
Ansprechpartner:
Oksana Schäfer
Zeitdauer in h: 7,5
Download ICS: Download

Schwerpunkte

  • Pädagogische und therapeutische Arbeit mit der Jugendlichengruppe
  • Psychoanalytisch-interaktionelle Gruppentherapie
  • Mentalisierungstheorie
  • Multiprofessionelle Teamarbeit

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Weitere Informationen

  • Mitglieder im Paritätischer Wohlfahrtsverband, Landesverband Berlin: 20 %
  • Mitarbeiter*innen des Öffentlichen Dienstes: 20 %
  • Student*innen/Hartz IV Empfänger*innen: 50%. – Bitte Nachweise einreichen!

Als approbierte/r Psychotherapeut/in können Sie Punkte für die Psychotherapeutenkammer erlangen:
Die Rahmenbedingungen der Zertifizierung der Fortbildungen durch die Psychotherapeutenkammer haben sich geändert. Es können nur noch Fortbildungen zertifiziert werden, in denen überwiegend approbierte Psychotherapeuten teilnehmen, oder an denen verschiedene Berufsgruppen teilnehmen, die in enger Kooperation eine Patienten-/Klientengruppe behandeln.
Da dies von den angemeldeten Teilnehmer abhängt, können wir eine Zertifizierung der Fortbildung nicht in jedem Fall garantieren.